Pressemeldung: KlimaBunT Petition für Windräder im Trinkwasserschutzgebiet auf dem Taunuskamm findet wenig Zuspruch

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TAUNUSSTEIN – Der Umweltverband Rettet den Taunuskamm e.V. nimmt Bezug auf die Berichterstattung im Wiesbadener Kurier vom 13.02.2026 und der FAZ vom 04.02.2026 über eine Petition des Aktionsbündnisses KlimaBunT für Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm. Trotz einer seit Wochen laufenden Sammlung hat die auf Ende Februar terminierte Petition (Stand 06.03.26) lediglich 867 Unterschriften erreicht.

„Für ein Thema mit dieser Tragweite ist das Ergebnis bemerkenswert schwach“, erklärt Carsten Gödel, Vorstandsvorsitzender von Rettet den Taunuskamm e.V. „Es zeigt, dass die Forderung nach Windrädern auf dem Taunuskamm keineswegs von einer breiten Mehrheit getragen wird.“

Bereits 2013 führte der Verein eine Befragung unter Taunussteiner Bürgern durch. Innerhalb von fünf Tagen wurden 3.276 Bürger erreicht.
3.033 Bürger gaben ein schriftliches Votum ab, davon lehnten 2.849 Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm ab – das entspricht 93,9 Prozent.

Des Weiteren wurden im Jahr 2014 9.300 Unterschriften für ein Bürgerbegehren gegen Windkraft- Projekt auf dem Taunuskamm gesammelt.

Aufgrund der angespannten städtischen Haushaltslage wird versucht, Windräder als wichtige Einnahmequelle darzustellen. Fakt ist, dass Pachteinnahmen nur auf Eigentumsflächen erzielt werden können. Erträge aus der Kommunalabgabe stehen in keinem Verhältnis zu den Belastungen für Menschen und Umwelt. Gewerbesteuereinnahmen ergeben sich aufgrund der hohen Investitionskosten erst nach vielen Jahren. Auch Beteiligungsmodelle sind riskant und häufig unrentabel.

Der Taunuskamm ist ein hydrogeologisch sensibles Trinkwasserschutzgebiet. Fachgutachten zuständiger Behörden bestätigen, dass beim Bau und Betrieb von Windkraftanlagen Öle oder Schmierstoffe in das Grundwasser gelangen könnten. Dadurch besteht das Risiko einer Kontaminierung des Trinkwassers.

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