Windkraft - Fakten statt Mythos (1)

Mit freundlicher Genehmigung von www.vernunftkraft.de.Wir geben nur eine gekürzte Fassung wieder, zum lesen des Originals bitte vorgenanntem Link folgen.

Wind­kraft ist sau­ber – sie nutzt der Um­welt und spe­zi­ell dem Klima.

Fakt ist: Wind­in­dus­trie­an­la­gen sind, wie im Prin­zip alle In­dus­trie­an­la­gen, unter di­ver­sen As­pek­ten um­welt­schäd­lich. Ihre Pro­duk­ti­on ist en­er­gie- und ma­te­rial­in­ten­siv, sie ver­brau­chen Flä­chen, sie ver­dich­ten und ver­sie­geln Böden, sie ge­fähr­den und ver­drän­gen die Fauna. Dem Klima nüt­zen sie un­term Strich nicht.

Warum?
Energie- und Materialverbrauch in der Produktion
Windkraftanlagen bestehen zu großen Teilen aus Stahl und anderen nur unter hohem Energieverbrauch herzustellenden Materialien. Die riesigen Baukräne bedürfen mehrerer Schwertransporte. Der Aushub des Fundaments und der Transport des Betons benötigen hunderte von Lastwagenfahrten mit tausenden von Kilometern zurückgelegter Distanz.
Flächenversiegelung
Um einer einzigen Anlage vom Typ E-126 einen sicheren Stand zu ermöglichen, muss ein Fundament aus 1400 m³ Kubikmetern Stahlbeton ins Erdreich gegossen werden. In der Grube, die dafür ausgehoben werden muss, könnte man rund 150 Autos vom Typ VW Polo verscharren. Dieses Fundament wiegt mit 3500t so viel wie 3500 Autos des gleichen Typs und hat eine Höhe von 4m bei einem Durchmesser von 29m. Dass dies der Bodenqualität nicht zuträglich ist, liegt auf der Hand. Die primäre umweltschädliche Wirkung ergibt sich aus der Versiegelung, die den natürlichen Wasserhaushalt stört.
Auswirkungen auf die Fauna
Die Geräuschemissionen von Windkraftanlagen und die Drehungen der Rotorblätter stören Wildtiere empfindlich in ihren Refugien. Einige Arten meiden die Anlagen panisch. Während dies für diese Tiere als Belästigung einzustufen ist, stellen Windkraftanlagen für Vögel eine existenzielle Bedrohung dar. Besonders gefährdet werden die ohnehin schon bedrohten Arten - Weißstorch, Schwarzstorch, Wiesen- und Rohrweihe, Schwarz- und Rotmilan, Wespenbussard, Uhu und Graureiher. Sie werden vom Sog der Rotoren eingezogen und regelrecht geschreddert. Die  hohen Luftdruckunterschiede vor und hinter den Rotoren lassen Fledermäusen die Lungenbläschen zerplatzen. Auch hier gilt: bei einer einzelnen Anlage sind die Effekte nicht gravierend, aber die kumulative Wirkung ist verheerend.
Erneuerbare Energien und Klimaschutz
In der Selbstdarstellung ihrer Branche bezeichnet die einflussreiche Windkraftlobby die Erneuerbaren Energien als Rettungsanker für das Weltklima. Diese Lobeshymne entbehrt jeder Grundlage.
Denn tatsächlich wird durch die in Deutschland installierten Erneuerbaren Energien weltweit - und das ist die für das Thema "Klimawandel" relevante Bezugsgröße - kein einziges Gramm des als Treibhausgas bekannten Kohlenstoffdioxids (CO2) eingespart. Der Beitrag der deutschen Erneuerbaren Energien zum Klimaschutz ist gleich Null!
Das Grundlastproblem
Aus Windkraft und Photovoltaik (PV) erzeugter Strom ist nicht grundlastfähig. Sonne und Wind stehen nicht immer dann zu Verfügung, wenn Strom benötigt wird.  Daher müssen für die durch diese volatilen Quellen erzeugten Stromvolumina stets Reserveleistungen zum Ausgleich vorgehalten werden. Man spricht von "Back-Up"-Kapazitäten. Die Grundlast muss stets gedeckt sein, sonst bricht - vereinfacht ausgedrückt - das Netz zusammen. Das bedeutet: für jede Kilowattstunde aus Windkraft und PV müssen ca.0,8 Kilowattstunden aus grundlastfähigen Kohle-, Atom-, oder Gaskraftwerken im Hintergrund bereitgehalten werden.
Der Europäische Emissionshandel
Für das Weltklima ist völlig unerheblich, an welcher Stelle des Globus' Treibhausgase freigesetzt oder eingespart werden. Relevant ist allein die Treibhausgaskonzentration in der gesamten Atmosphäre - und die ändert sich durch etwaige Einsparungen im deutschen Energiesektor nicht. Diese Einsparungen werden nämlich 1:1 durch erhöhte Emissionen an anderer Stelle kompensiert. Grund dafür ist das seit 2005 bestehende Europäische Emissionshandelssystem. Dieses legt die Gesamtemissionen für alle EU Staaten insgesamt verbindlich fest - alle potentiellen Emittenten der großen, energetisch relevanten Industriezweige müssen innerhalb dieses gedeckelten Kontingents Emissionsrechte ("Zertifikate") erwerben.
 Plakativ ausgedrückt: in osteuropäischen Kohlekraftwerken werden im Zweifel keine zusätzlichen Filter mehr eingebaut, da die Ersparnis bei den Zertifikaten die Investition nicht mehr rechtfertigt. Aber auch in anderen Industriezweigen innerhalb Deutschlands verändert ein reduzierter Zertifikatspreis das Investitionskalkül. Man kann es drehen wie man will - am Ende bestimmt allein das EU-weit festgelegte Kontingent an Zertifikaten, wie viel CO2 in Europa emittiert wird.
Soweit die Erneuerbaren Energien in Deutschland und im Rest Europas tatsächlich zu einer CO2-Reduzierung im Stromsektor führen, werden diese Einsparungen vollständig an anderer Stelle ausgeglichen. Erneuerbare Energien führen allenfalls zu einer regionalen und sektoralen Verschiebung von Emissionen.
Das Carbon-Leakage-Problem - ineffiziente verdrängen effiziente Produzenten
Plakativ ausgedrückt: soweit die kostspielige Förderung der Erneuerbaren Energien dazu führt, dass Aluminium- und Stahlwerke in NRW schließen müssen und dafür mehr Stahl und Aluminium aus China importiert wird, wird dem Klima nicht geholfen, sondern geschadet.

Fazit
Erneuerbare Energien in ihrer jetzigen Form tragen rein gar nichts zum Klimaschutz bei.  Dabei absorbiert ihre hohe Subventionierung Ressourcen, die, an der richtigen Stelle eingesetzt, tatsächlich Gutes bewirken könnten. Insofern ist die gegenwärtige deutsche Erneuerbare-Energien-Politik Teil des Problems und nicht Teil der Lösung vieler globaler Umweltprobleme. Plakativ ausgedrückt: durch die Förderung von PV und Windkraft in Deutschland lebt nicht ein einziger Eisbär einen einzigen Tag länger. Unter Umständen erweisen wir den Eisbären sogar einen echten Bärendienst.

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