Fernsehbeiträge und Videos
Sehen Sie hier aus der Reihe "Exclusiv im Ersten" die ARD Sendung "Der Kampf um die Windräder" vom 01.08.2016. "Die Windkraft ist eines der emotionalsten Streitthemen der aktuellen Zeit: politisch forciert, finanziell stark gefördert, getragen von weitreichenden ökonomischen und ökologischen Erwartungen - und zugleich mit großen Ängsten besetzt. Für die einen bedeutet Windkraft saubere Energie, die Atomkraft und Kohle ersetzen und unser Klima retten soll, für die anderen steht sie für die Zerstörung von Naturlandschaften und Profitinteressen." Weitere Links: Trailer
Sehen Sie hier die Podiumsdiskussion des Wiesbadener Kuriers vom 13.11.2014
Das ZDF zeigte am 04.05.2014 in der Reihe planet e einen sehenswerten Beitrag zum Thema: "An vielen Orten tobt ein hitziger Kampf um die Windkraft. Betreiber wollen neue Windräder bauen, Naturschützer und Anwohner dagegen fürchten Lärm, Verschandelung der Landschaft und Schäden für die Tierwelt." Ein großer Teil der Sendung begleitet die BI Rennstraße (Weilrod). Sehen Sie diesen hier in der ZDF Mediathek.
Das Antiwindkraft Lied der Rhöner Säuwäntzt. Auch als kostenloser Download bei www.sauwantzt.de
Der neue "Erklärfilm" von Vernunftkraft. Er stellt die wesentlichen Sachverhalte dar, die Bürger und Politik wissen müssen, um den gegenwärtigen energiepolitischen Holzweg als solchen zu erkennen und den Pfad der Vernunft zu finden.
Enoch zu Guttenberg am 9. Oktober 2013 in Bad Orb: "Stehen Sie auf! Stellen Sie Ihre eigene Vernunftkraft dem Windkraft-Wahnsinn mit aller Macht entgegen. Dort, wo die Identität Ihrer und unserer Heimat, dort, wo Ihre und damit unsere Lebensqualität gefährdet beziehungsweise zerstört werden.” Sehen Sie diese beeindruckende Rede hier bei vernunftkraft.de.
Das Video zur bundesweiten Aktion "Stunde der Vernunft - Vier vernünftige Viertelstunden" für die Demo der hessischen Bürgerinitiativen vor dem Landtag in Wiesbaden. Lesen Sie dazu auch hier und hier.
In der Reihe nano (Produktion von ARD, ZDF, ORF und SRF) wurde am 17.09.2013 auf 3sat 19:00 der folgende Beitrag unter dem Titel "Ingolf unterwegs - In den Wind geblasen" gesendet. Der Beitrag ist auch in der ZDF oder 3sat Mediathek abrufbar.
In Zusammenarbeit mit der Eismann Film- & Mediaproduktion entstand unser "Rettet-den-Taunuskamm - Der Film".
Hier sehen Sie ein Rettet den Taunuskamm - youtube Medley:
Diese Simulation wurde nach den aktuellen Planungskarten angefertigt und zeigt maßstabsgetreu den Blick auf einen "wind-ausgebauten" Taunuskamm. In der Nacht würden die Turmspitzen dann noch von gleichmäßig rot blinkenden Signalleuchten erhellt.
Die entsprechende Simulation sieht natürlich auch von "der anderen Seite" irgendwie aus, und zwar so für uns Wiesbadener
Viele weitere Informationen finden Sie in folgenden Videobeiträgen:
Zwei Hessenschau Beiträge zur Stadtverordnetenversammlung in Taunustein am 18.04.2013 (Quelle: © Hessischer Rundfunk 2013)
Aus Bad Schwalbach erreichte uns folgender Beitrag zu Windkraftanlagen im Orts-u.Landschaftsbild des TaunusDas droht dem Taunuskamm, wenn die Windräder gebaut werden...
Ergreifender Videobericht aus dem Soonwald, der zeigt wie sich der Wald zum Industriepark ändert.
Statements zum Soonwald - www.soonwald.de
Positionen zur Energiewende - Uwe Anhäuser (www.soonwald.de)
Positionen zur Energiewende - Jacques Berndorf (www.soonwald.de)
Wer im Wald des Hunsrück spazieren gehen möchte, sieht auch dort ein weiteres der xx (leider sicher schon 2-stellig) Beispiele "sinnvoller menschlicher Gestaltung von Umweltverträglichkeit".
Windkraft contra Naturschutz
ARD Bericht: Eigentlich ziehen Naturschutz und Windkraft an einem Strang. Doch Windräder stehen oft da, wo es kräftig pustet. Das sind aber häufig bewaldete und schützenswerte Landschaften. Konflikte mit Naturschützern sind deshalb vorprogrammiert. Fazit: Es besteht Handlungsbedarf, wenn die Natur für die Energiewende nicht unter die Räder kommen soll.
Vernunftkraft.de - Ein Waldspzaiergang
Mit dieser Animation erklären die Verfechter von Vernunftkraft.de was Windkraft im Wald bedeutet und warum wir Bürger sehr kritisch mit dem Thema Windkraft umgehen sollten.
Je mehr Informationen man sich zu diesem Thema ergoogelt, umso erstaunlicher erscheint was hier mit Subventions-Steuergeldern zur Gewinnoptimierung einger Weniger, "mehrheitlich Unbetroffener" offenbar möglich gemacht wird. Und das kann wohl als sicher gelten: Ein Windrad baut niemand aus Nächstenliebe. Siehe dazu z.B. folgende Fernsehberichte:
"Wupp - wupp - wupp" bei Tag und bei Nacht (3sat 2010)
Anwohner wehren sich gegen Windrad-Geräusche: "Ich wäre nie hierhin gezogen, wenn ich gewusst hätte, dass ich hier irgendwann nur noch Windräder sehe", sagt Ralph Potowski.
Umzingelt von Windrädern (3sat 2013)
Zuerst waren es einige Windräder. Jetzt beklagen sich die Anwohner, dass sie eingekesselt wurden.
Schließt mit den Worten: Alle Planungsschritte sind sorgfältig durchdacht, sachlich richtig und gesetzestreu im Sinne des brandenburgischen Windenergieerlasses, nur 2 Dinge wurden vernachlässigt, die Menschen und ihre Landschaft.
Das Märchen von der sauberen Windkraft - Teil 1 (RTL - SpiegelTV)
Das Märchen von der sauberen Windkraft - Teil 2 (RTL - SpiegelTV)
Windkraft ist nicht so umweltfreundlich wie man denkt (ARD - Panorama 2011)
Neodym in Windrädern, hochgiftige Abfälle verseuchen Landstriche in China
Windräder im Wald (ZDF - moma 2012)
Die Windkraft boomt in Deutschland. Bisher gab es nur wenige Windräder im Forst. Nun müssen ihnen immer mehr Bäume weichen. Naturschützer protestieren.
Jeder muss einen Beitrag leisten (ZDF - Frontal21 2013)
Im Frontal21-Interview verteidigt Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) seine Pläne zur Einführung einer Strompreisbremse.
Energiewende (ZDF - Frontal21 2012)
Noch einige interessante Beiträge und Videos zum Thema:
Schlagschattenschlag
Eine Reise zum Mittelpunkt des Windrad-Schlagschattens.
Windrad-Romantik: Schattenschlag und Geräuschkulisse
Windkraft Schattenseiten
Windkraftanlage in Ellhöft an der dänischen Grenze. Höhe der Anlage 163 m. Diese Anlage wirft sehr lange Schatten.
Windräder machen krank, sagen Betroffene in den Australien
Ein Bericht von Rosanna Mangiarelli (Today Tonight Adelaide)
Auch eine WKA ist vor Unfällen nicht gefeit. Problematisch insbesondere an Waldstandorten dabei ist, dass die Anlagen in 150m Höhe für Feuerwehr und Hilfstrupps quasi unerreichbar sind.
Bilder Stadtverordnetenversammlung Taunusstein am 18.04.2013
Windkraft - Fakten statt Mythos (4)
mit freundlicher Genehmigung von www.vernunftkraft.de
Windindustrie nützt der regionalen Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze.
Fakt Die Profite aus der subventionsgestützten Produktion gehen an die Grundbesitzer und die Betreiberfirmen. Sofern Kommunen an Wind‐„Parks“ partizipieren, nutzt das zwar dem Gemeindesäckel, geht aber zu Lasten all derer, die EEG‐Umlage zahlen müssen – auch den Bürgern und Unternehmern vor Ort. Dagegen werden andere Wirtschaftszweige, insbesondere der Tourismus, direkt geschädigt Nachhaltige Beschäftigung ist mit subventionsgestützter Produktion nicht zu schaffen.
Warum?
Ähnlich wie ihr Beitrag zur Energieversorgung wird auch der Beitrag von Windkraft und Photovoltaik zu Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland in aller Regel weit überschätzt.
Hinsichtlich des Beitrags zur Energieversorgung ist es der von Branchenvertreten gern verschleierte Unterschied zwischen installierter Kapazität und tatsächlicher Produktion, der Windkraft und PV zu Scheinriesen macht. Hinsichtlich Beschäftigung und Wertschöpfung ist es die ebenso oft unterschlagene Diskrepanz zwischen Brutto- und Nettoeffekten.
Wenn man allein auf die in den Branchen Windkraft und PV erzielten Umsatz- und Beschäftigungszahlen und deren Zuwachsraten schaut, könnte man den Eindruck gewinnen, dass es sich um wirtschaftlich nennenswerte Faktoren handelt. Tatsächlich muss man den Bruttozahlen und –zuwächsen jedoch die Entzugseffekte gegenüberstellen, die die Förderung dieser Branchen im Rest der Volkswirtschaft ausübt.
Jeder durch das EEG umverteilte Euro muss schließlich an anderer Stelle verdient werden, was eindeutig zu Lasten von Wertschöpfung und Beschäftigung in den nicht geförderten Branchen geht. Diese Entzugseffekte sind schwer zu beziffern, legen aber nahe, dass der Nettoeffekt der Förderung von Windkraft und PV auf Beschäftigung und Wertschöpfung für Deutschland insgesamt negativ ist.
Aber auch die vielleicht regional relevanten Bruttoeffekte sind, bei Lichte betrachtet, sehr bescheiden. So kam das Wirtschaftsforschungsinstitut IW Köln 2010 zu der Einschätzung, dass von den 300.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Bereich der Erneuerbaren Energien weit mehr als die Hälfte ihr Auskommen allein mit dem Kapazitätsaufbau verdienen.
Mit dem Betrieb und der Wartung – also dauerhaft, über ein bloßes Strohfeuer beim Aufbau hinaus – seien dank aller installierten Anlagen der Energieerzeugung aus Erneuerbaren Quellen lediglich 53.000 Personen beschäftigt. Eine vernachlässigbare Größe.
Gemessen an 27,5 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland ist die Zahl der Arbeitsplätze, die auf das Konto von Windrädern, Solarkollektoren etc. gehen, aber alles andere als beeindruckend: Nur 0,2 Prozent aller Arbeitnehmer kümmern sich um den laufenden Betrieb von Anlagen, die grünen Strom produzieren. (IW Köln, 2010).
Abgesehen von seiner empirisch geringen Bedeutung, ist das zugunsten von Erneuerbaren Energien oftmals ins Feld geführte Beschäftigungsargument aus ökonomischer Sicht ohnehin nicht stichhaltig.
Unterschiedliche Arbeitsintensitäten verschiedener Formen der Energieerzeugung können kein Kriterium für die Energiepolitik sein. Denn Beschäftigungsstand und -entwicklung lassen sich dauerhaft nur im Rahmen der Arbeitsmarkt-, der Bildungs- und der allgemeinen Wirtschafts- und Standortpolitik beeinflussen.
Auf die Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik haben Kommunen keinen nennenswerten Einfluss. Mittels einer klugen Wirtschafts- bzw. Standortpolitik können sie die wirtschaftliche Aktivität in der Region jedoch aktiv unterstützen und flankieren. Eine schlechte Standortpolitik hingegen behindert die privaten Unternehmen und unterläuft ihre Bemühungen.
In den landschaftlich besonders reizvollen Regionen Deutschlands ist naturgemäß (im doppelten Wortsinne) der Tourismus ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Unternehmen des Gaststätten- und Übernachtungsgewerbes, sowie Anbieter von touristischen Dienstleistungen aller Art gründen ihre wirtschaftliche Existenz auf den Erholungs- und Erlebniswert der jeweiligen Landschaften. Diese ist ein gemeinsamer Kapitalstock, an dem viele Wirtschaftsakteure partizipieren.
Dies gilt universell für alle besonders charakteristischen naturnahen Kulturlandschaften. Für das Erzgebirge wie für den bayerischen Wald, für die Eifel wie den Hunsrück, für den Berg Meißner in Nordhessen ebenso wie für den Kreis Meißen in Sachsen – um nur einige zu nennen.
Vor vielen Jahrzehnten hat man aus ökologischen, romantischen, religiösen und auch wirtschaftlichen Motiven heraus begonnen, die Landschaft zu schützen. Anders als in anderen Industrieländern haben wir es dank eines vergleichsweise stringenten Landschafts- und Naturschutz geschafft, naturnahe Kulturlandschaften in nennenswertem Umfang zu erhalten.
Diese jahrzehntelangen Errungenschaften werden nun in atemberaubendem Tempo untergraben. Das Baurecht hat über Jahrzehnte hinweg erfolgreich die Zersiedelung der Landschaft zu verhindert. Dieser Erfolg wird nun im Handstreich zu Nichte gemacht. Grund ist eine 1996 vorgenommene, zweizeilenlange, winzige Ergänzung im Paragrafen 35 des Baugesetzbuchs. Die als “Privilegierung der Windkraft” bekannte Vorschrift, räumt Windunternehmern einzigartige Vorrechte ein. Windindustrielle dürfen außerhalb geschlossener Ortschaften bauen. Eine 200 Meter hohe Windkraftanlage ist damit leichter zu genehmigen als ein Kiosk am Badesee.
Dies ist nicht nur aus der Perspektive des Ökologen, des Malers, des Romantikers oder des Freundes der Schöpfung höchst bedauerlich.
Die Aushebelung des Landschafts- und Naturschutzes hat auch substantielle ökonomische Effekte, die sich nicht durch rethorische Kunstgriffe wie “Bürgerwindparks” und “Wertschöpfung vor Ort” vermeiden lassen.
Diese beschäftigungs- und wachstumsschädlichen Wirkungen der Ansiedlung von Windindustrieanlagen in durch typische Landschaft geprägten Regionen möchten wir anhand der uns besonders vertrauten Region Nordhessen und des Werra-Meißner-Kreises exemplarisch darstellen.
Dort, im Heimatland der Brüder Grimm, steht die angestrebte Ansiedlung der beschäftigungs- und wertschöpfungsarmen Windindustrie in besonders eklatantem Widerspruch zu ansonsten verfolgten standortpolitischen Strategie.
Das hessische Wirtschaftsministerium bezeichnet den Tourismus als wichtigen Wirtschaftsfaktor und geht für Hessen von 200.000 Arbeitsplätzen und Bruttoumsätzen in Höhe von 12 Milliarden Euro im Jahr aus.
Besonders hervorgehoben werden dabei die Naturlandschaften des
Nationalparks Kellerwald-Edersee,
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des Biosphärenreservats Rhön,
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des Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald,
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des Naturparks Diemelsee,
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des Hohen Vogelsbergs,
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des Habichtswalds,
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des Lahn-Dill-Berglands,
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des Naturparks Meißner-Kaufunger Wald,
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des Taunus und
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des Spessarts. (Quelle: Hessisches Wirtschaftsministerium 2011).
Es bedarf keines Diploms in Wirtschaftsgeographie, um zu erkennen, dass die relative Bedeutung des Tourismus als Quelle der Wertschöpfung und Beschäftigung für das strukturschwache Nordhessen gegenüber der auch in anderen Bereichen prosperierenden Rhein-Main-Region besonders hoch ist.
Die Mittelgebirgslandschaften in Nordhessen und insbesondere der Werra-Meißner-Kreis sind nicht nur märchenhaft schön. Sie sind für die Region auch wirtschaftlich ein echtes Juwel. Besucher aus aller Welt sind von dieser Landschaft angetan.
Im Jahr 2011 empfing Nordhessen mehr als 2,1 Millionen Übernachtungsgäste. Insgesamt konnte die Region mehr als 7 Millionen Übernachtungen verbuchen. Dabei stammte der größte Anteil der Gäste aus Deutschland. Mehr als die Hälfte aller Übernachtungen entfielen jedoch mit
84.000 Niederländerinnen und Niederländern,
45.000 Däninnen und Dänen,
34.000 Schwedinnen und Schweden sowie
auf unsere Freundinnen und Freunde ausländischer Provenienz.
Die Brüder Grimm sind gemeinsames europäisches Erbe. Ihre Heimat ist in der erweiterten Nachbarschaft äußerst beliebt. Die Landschaft zwischen Werra, Fulda, Weser und Lahn, Meißner, Vogelsberg und Kellerwald ist das Kapital der Region. Das Regionalmanagement preist dieses Kapital zu recht und erfolgreich an und unterstützt damit die Entwicklung des Wirtschaftsfaktors Tourismus.
Unter der Seite www.nordhessen.de werden „märchenhafte Orte“ beschrieben und Bilder einer wunderbar harmonischen Landschaft gezeigt.
In der Unterrubrik des Werratals erfährt der Besucher der Seite, dass
„im Werratal eine unverfälschte Mittelgebirgslandschaft, geprägt von Bergen, Hügeln, viel Wald und Wasser“
zu erleben ist, dass Wandern für „Erholung in unberührter Natur“ sorgt und die vom Deutschen Wanderinstitut ausgezeichneten Premiumwege
„immer wieder atemberaubende Ausblicke“
bieten.
Ebenso einladend ist die Seite des Naturparks Meißner, die ebenfalls die einzigartige Landschaft in den Vordergrund stellt.
Mit der Frage „wo wollen Sie wohnen?“
wendet sich die Wirtschaftsförderungsgesellschaft-Werra-Meißner in gleich drei Sprachen (deutsch, englisch und niederländisch) an die Öffentlichkeit. Man wirbt mit Ruhe, Natur, Landschaft und Lebensqualität und entsprechenden Bildern für den Zuzug in den Kreis.
All diese Aktivitäten sind Ausdruck einer sinnvollen Standortpolitik, die die Stärken der Region fokussiert und in der Welt bekannt macht. Die Ansiedlung von Windkraftindustrieanlagen auf den bewaldeten Bergen konterkariert diese Bemühungen auf absurde Weise.
Erholungs- und Natursuchende aus angrenzenden, stärker industriell geprägten Regionen und Ländern kommen schließlich wegen der Unberührtheit der Natur und der Harmonie der Landschaft hier her.
Mit 200m hohen, mehrere zig Kilometer weit sichtbaren und rotierenden Industrieanlagen wäre es damit schnell vorbei.
Das Kapital der Region ohne Not so mutwillig zu gefährden, wäre ein standortpolitisches Desaster.
Frau Holle würde nicht die Kissen, sondern kräftig den Kopf schütteln!
Diese wirtschaftliche Unvernunft grassiert nicht nur in Nordhessen, sondern ist ebenso in anderen landschaftlich bemerkenswert schönen Teilen Deutschlands ausgeprägt.
Kein Italiener würde auf die Idee kommen, die Hügel der Toskana mit ineffktiven Windrädern zu bestücken. Kein Franzose würde ernsthaft erwägen, in der Provence statt des landschaftstypischen Lavendel in großem Stil Photovoltaik-Module anzupflanzen.
Was die Wertschätzung und Bewahrung unserer charakteristischen Landschaften betrifft, können wir Deutschen, die wir auf diesem Gebiet einst Lehrer waren, von unseren europäischen Nachbarn viel lernen.
Die Kraft der Vernunft legt nahe,
bei der Bewertung von Beschäftigungswirkungen von Fördermaßnahmen die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Wirtschaftszweigen zu berücksichtigen; im Zuge des subventionsgestützten Ausbaus von Windkraft und Photovoltaik nicht das natürliche Kapital der jeweiligen Region zu zerstören; der planungs- und baurechtliche Bevorzugung von Industrieanlagen der Windkraft- und PV-Branche gegenüber anderen Bauwerken und Anlagen schnellstens ein Ende zu setzen; die fast jahrhundertealten Errungenschaften des Natur- und Landschaftsschutzes zu wahren und nicht über Nacht aufzugeben; Bausünden (bspw. “autogerechte Stadt”) und Fehlentscheidungen (bspw. “schnelle Brüter”) der Vergangenheit als Mahnungen zu Umsicht und Bescheidenheit zu begreifen.
Windkraft - Fakten statt Mythos (5)
mit freundlicher Genehmigung von www.vernunftkraft.de
Regionale Energieautarkie ist erstrebenswert und ökologisch.
Fakt Autarkiestreben ist das historisch erfolgreichste Verarmungsprogramm – man blicke nach Nordkorea. In der Energieproduktion autark werden zu wollen, ist schlicht absurd. Umweltfreundliche Energieerzeugungsstrukturen lassen sich nur im europäischen Verbund erreichen: Strom aus Sonnenstrahlen von dort, wo die Sonne am längsten und intensivsten scheint – Strom aus Windkraft von dort, wo der Wind am kräftigsten und stetigsten weht. Das Grundprinzip wirtschaftlichen Wohlstands heißt „Handel und Spezialisierung“. Es sollte nicht abgeschafft, sondern stärker genutzt werden. Im Übrigen haben Stadtwerke und Kommunen in der Energieproduktion gegenüber privaten Unternehmen keine Kompetenzvorsprünge
Warum?
Die Pläne der deutscher Regionalversammlungen und andere Institutionen der regionalen Struktursteuerung, die in den regionalen Zeitschriften verwendete Rhetorik und die Beschlüsse der kommunalen Gesetzgeber legen nahe, dass regionale Autarkie ein erstrebenswertes und dem Wohlergehen der Bürger in den jeweiligen Regionen dienliches Ziel sei.
Manche Kommunen liefern sich einen regelrechten Wettlauf im Bemühen um Eigenständigkeit in der Energieversorgung und lehnen gebietsübergreifende Kooperationen partout ab.
Hier scheint eine fundamentale Lehre der Menschheitsgeschichte abhanden gekommen zu sein. Denn wenn es unter Ökonomen auch viele verschiedene Schulen und Theorierichtungen gibt, so ist doch ein Grundprinzip völlig unumstritten: das der Vorteilhaftigkeit von Handel und Spezialisierung nach dem Gesetz des komparativen Vorteils.
Aller Wohlstand der Nationen beruht, wie Adam Smith bereits 1776 darlegte, letztlich auf diesem Prinzip – Länder spezialisieren sich auf die Produktion derjenigen Güter, die sie aufgrund ihrer Ressourcenausstattung, aufgrund ihrer geografischen und klimatischen Bedingungen und aufgrund des vorhandenen Wissens relativ zu anderen Ländern am günstigsten herstellen können.
Was den eigenen Bedarf übersteigt, wird exportiert. Was sich im Inland relativ ungünstig produzieren lässt, wird importiert. So werden die Produktionsfaktoren ihren produktivsten Verwendungen zugeführt.
Gerade Deutschland liefert das beste Beispiel dafür. Unsere Exportwirtschaft trägt ganz wesentlich zu unserem Lebensstandard bei. Sie kann nur florieren, weil Arbeit und Kapital in den für unser Land vorteilhaftesten Verwendungen tätig und nicht etwa in der Produktion von Artischocken, Olivenöl, Kautschuk und einfachen Textilien verhaftet sind.
Je besser die Einbindung in die internationale Arbeitsteilung, desto effizienter werden die vorhandenen Ressourcen genutzt und desto höher ist schließlich der wirtschaftliche Wohlstand.
Autarkiestreben ist das genaue Gegenteil dieses Wohlstandsprogramms – Autarkie geht unweigerlich mit einer Verschwendung von Ressourcen einher und führt direkt in die Armut.
Um sich dieser fundamentalen Einsicht der Ökonomie zu vergegenwärtigen, genügt ein Blick nach Nordkorea – das einzige Land der Welt, das sich (mit Ausnahme von humanitären Hilfsleistungen) als autark bezeichnen kann.
Im Rahmen eines umfassenden Umbaus des Energiesystems kann es unter bestimmten Umständen durchaus Potentiale für dezentrale Ansätze geben. Grundsätzlich stehen den Größenvorteilen zentraler Erzeugung bei dezentraler Erzeugung Einsparungen beim Transport gegenüber.
Die für eine Region optimale Lösung dieses Trade-Offs hängt von eine Vielzahl von Faktoren ab – zentraler Faktor dabei ist die relative Ressourcenausstattung und die Verfügbarkeit grundlastfähiger Energieträger.
Ob, wo und in welchem Ausmaß es sinnvoll ist, Energie in örtlicher Nähe der Verbraucher zu produzieren und insoweit auf Größenvorteile zu verzichten, kann nur der marktliche Wettbewerb offenbaren. Staatliche Planer können nicht wissen, wie das optimale System aussieht. Dass es nicht von Autarkie gekennzeichnet ist, liegt jedoch auf der Hand.
Dazu der wissenschaftliche Beirat am Bundeswirtschaftsministerium:
„Heute lässt sich nicht absehen, wie der optimale Energiemix der Zukunft aussehen wird, wo der Strom produziert werden wird und welche Speichertechnologien in Zukunft eingesetzt werden.
Ob und zu welchen Anteilen der Solarstrom beispielsweise aus Spanien oder Nordafrika oder die Windenergie aus der Nordsee zur deutschen Energieversorgung beitragen werden, ist noch unbekannt. In welchem Maße Stauseen, etwa in der Schweiz oder in Norwegen, dazu verwendet werden, überschüssige Energie zu speichern, oder ob eher dezentrale Speichermöglichkeiten wie zum Beispiel Batterien in Elektroautos oder Nachtspeicherheizungen genutzt werden können, lässt sich derzeit ebenfalls nicht abschätzen. Erst recht gilt dies für Innovationen, deren Eigenart es nun einmal ist, dass sie unvorhersehbar sind.
Es ist zu befürchten, dass diese Unsicherheit bei gleichzeitigem hohen öffentlichen Druck, Erfolge vorzuweisen, die wirtschaftspolitischen Entscheidungsträger erneut dazu veranlasst, nach Methoden der Mikrosteuerung zu greifen. Fast unausweichlich sind die Maßnahmen solcher Politik oft unkoordiniert und damit zum Teil auch in sich inkonsistent.“
Wissenschaftlicher Beirat (2011, S. 14 f.)
Die auf regionale Autarkie gerichteten Beschlüsse der nordhessischen Entscheidungsträger sind ein treffliches Beispiel dieser unkoordinierten und in sich inkonsistenten Politik.
Selbst wenn es möglich wäre, in einzelnen Kreisen und Gemeinden in der Energieversorgung vollständig autark zu werden – aufgrund der Volatilität der erneuerbaren Energien ist es physikalisch unmöglich – wäre es doch in ökonomischer Hinsicht grober Unfug. Man würde bewusst darauf verzichten, günstigere Produktionsmöglichkeiten andernorts zu nutzen.
Das Ziel, in der Automobilproduktion regional autark werden zu wollen, wäre nicht viel abwegiger. Wenn man beispielsweise die Grenzen des Altkreises Witzenhausen dichtmachte und Importe aus Wolfsburg, Rüsselsheim, Ingolstadt und anderen offenkundig besser geeigneten Standorten unterbinden würde, ließe sich unter immensem Ressourcenaufwand vielleicht auch an der Werra eine Automobilproduktion aufziehen – statt eines Golfs führe man dann einfach den Witz. Ein Witz würde dann bei vergleichbarer Qualität allerdings ein Vielfaches eines Golfs kosten. Im nächsten Schritt könnte man dann die Autarkie in der Ananasproduktion anstreben – dass diese aus Costa Rica wesentlich günstiger zu haben sind, muss die Kommunalpolitik nicht von kühnen Plänen abhalten.
Es bedarf keines Nobelpreises in Ökonomie sondern nur einiger nüchterner Gedanken, um zu erkennen, dass regionale Autarkiebestrebungen gerade im Bereich der Energieerzeugung genau den falschen Weg beschreiben.
Denn unter wenigen Aspekten unterscheiden sich Länder und Regionen so eindeutig wie in der Eignung als Standorte für die Energieproduktion – insbesondere der Energieproduktion aus den Quellen Sonne und Wind.
In Freiburg beträgt die jährliche Sonnenscheindauer im jährlichen Mittel 1.740, in Dortmund lediglich 1.370 Sonnenstunden. Wind, Biomasse und unterirdische Wärmequellen (Geothermie) sind ebenfalls höchst unterschiedlich verteilt. Auf die Ausnutzung dieser komparativen Vorteile freiwillig zu verzichten, ist unvernünftig.
Und wenn man Europa betrachtet, sind diese Unterschiede und damit die Potentiale für Handel und Spezialisierung, also die möglichen Wohlstandsgewinne, noch mal um ein Vielfaches ausgeprägter.
Derzeit sind 60% aller europäischen Photovoltaik-Kapazitäten in Deutschland installiert. In Griechenland und Portugal hingegen 0,7 und 0,4%.

Quelle: Sachverständigenrat, Jahresgutachten 2011/12, S.248
Es ist liegt auf der Hand, dass hier – und ähnlich bei den anderen erneuerbaren Energieträgern – enorme Effizienzreserven bestehen. Diese Reserven nicht zu nutzen, würde die Bürger regional autarker Regionen teuer zu stehen kommen.
Den neuen örtlichen Anbietern hingegen käme es sehr gelegen. Sie könnten sich einen lukrativen, abgeschotteten Markt sichern und hohe Preise durchsetzen. Nicht von Ungefähr sind es oftmals Stadtwerke, die sich (von der Windkraftlobby geködert) besonders für „Bürgerwindparks“ stark machen und den Autarkiegedanken erfolgreich befördern. In vielen Regionen haben sich die Stadtwerke zur Erhöhung der politischen Schlagkraft zu strategischen Allianzen zusammengeschlossen – kaum ist die alte Struktur der Gebietsmonopole ein paar Jahre überwunden, droht sich mit kommunaler Flankierung ein neuer Monopolist zu formieren.
Der Wettbewerbshüter Justus Haucap (bis Juli 2012 Vorsitzender der Monopolkommission), sieht den gegenwärtigen Trend zur Rekommunalisierung jedenfalls als bedenklich und die entsprechende Euphorie als unbegründet an:
In unserem Sondergutachten zu Strom und Gas haben wir über 7000 Postleitzahlbezirke in Deutschland dahin gehend verglichen, wer der günstigste Stromanbieter für einen Haushalt mit 4000 kWh Verbrauch ist. Nur in 11 Fällen war ein kommunaler Anbieter der günstigste. Typischerweise sorgen also nicht primär die Kommunen für den Wettbewerb am Markt”
Prof. Dr. J. Haucap, in “Energiewirtschaftliche Tagesfragen”, Jg. 61, Heft 12, S. 30f.
Per se haben Energieimporte nichts Verwerfliches an sich. Energie von andernorts zu beziehen, wenn sie dort aufgrund geografischer, topografischer, klimatischer oder sonstiger Bedingungen günstiger produziert werden kann, ist ein Gebot der Vernunft.
Per se ist es für die Bürger von Kommunen auch nicht von Vorteil, wenn örtliche kommunale Betriebe den Energiemarkt beherrschen. Gegenüber privaten Unternehmen haben sie auf diesem Geschäftsfeld a priori keine Kompetenzvorsprünge – hätten sie diese, würden sie sie nutzen, sich am Wettbewerb behaupten und expandieren. Dann wären sie allerdings private Unternehmen.
Der gegenwärtig in vielen Bundesländern eingeschlagene Weg in Richtung Rekommunalisierung und regionale Eigenversorgung ist der falsche Ansatz. Wem es wirklich um eine umweltverträgliche Energieversorgung geht, der darf die regionalen Unterschiede nicht ignorieren oder durch Subventionen nivellieren, sondern muss sie gezielt ausnutzen.
Dies ist nicht unsere esoterische Sicht, sondern das eindeutige Ergebnis der Analyse des Sachverständigenrates. Der Titel des sechsten Kapitels des letzten Jahresgutachtens „Energiewende nur im europäischen Kontext“ bringt es unmissverständlich auf den Punkt.
Darin heißt es
Der weitere Ausbau gemäß den Zielvorgaben des Energiekonzepts wird zu einer technologischen und finanziellen Herausforderung, die nur bewältigt werden kann, wenn die Förderung der erneuerbaren Energien streng am Prinzip der Kosteneffizienz ausgerichtet wird und Skaleneffekte konsequent ausgenutzt werden. Dazu muss vor allem die europäische Dimension der Energiewende stärker in den Blick genommen werden, damit die Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien dort aufgebaut werden, wo sie die besten Standortbedingungen vorfinden, wie etwa bei der Photovoltaik in Südeuropa.
Fazit: Eine ökologische Form der Energieversorgung muss die regenerativen Quellen dort nutzen, wo sie relativ reichlich vorhanden sind. Photovoltaik oder andere Formen der solaren Energiegewinnung muss dort stattfinden, wo die Sonne am längsten und intensivsten scheint. Windenergie muss dort genutzt werden, wo der Wind am kräftigsten und stetigsten weht. Tendenziell wird damit auch das Grundproblem der Erneuerbaren Energien – die Volatilität und fehlende Grundlastfähigkeit – gemildert.
Ob und inwieweit dezentrale Lösungen nach Ausnutzung dieser relativen Vorteile eine sinnvolle Rolle spielen, kann nur der Markt entscheiden. Eigenversorgung um der Autarkie willen ist unvernünftig.
Die Kraft der Vernunft legt nahe,
statt eines Rückschritts in die Kleinstaaterei einen großen Schritt in Richtung in Europa und womöglich darüber hinaus (Stichwort Desertec) zu tun und die Förderpolitik marktkonform auf europäischer Ebene zu harmonisieren sowie den europäischen Energiebinnenmarkt zu vertiefen.
Windkraft - Fakten statt Mythos (6)
mit freundlicher Genehmigung von www.vernunftkraft.de
Die „Atomkatastrophe“ von Fukushima gebietet drastische und schnelle Maßnahmen. Wer sich kritisch zur „Energiewende“ äußert, ist Zyniker oder Ewiggestriger.
Fakt Bei aller Dramatik und menschlichen Tragödie im Zusammenhang mit Fukushima – die Ereignisse entbinden uns nicht von der Pflicht zum kritisch-rationalen Denken. Kernkraft ist keine langfristig tragfähige Lösung. Aber „die“ Lösung schlechthin gibt es noch nicht – Windenergie, PV und Biomasse sind bislang nur Scheinlösungen. Die extreme Förderung dieser Scheinlösungen absorbiert die Ressourcen, die an anderer Stelle dringend benötigt werden: in der Energieforschung. Gleichzeitig kapselt sich Deutschland energiepolitisch von den europäischen Nachbarn ab – obwohl die immense Herausforderung des ökologischen Umbaus der Energieversorgung nur europäisch gestemmt werden kann. Der Weg weg von der Atomkraft ist grundsätzlich richtig – die Eile und Hektik, mit der er eingeschlagen wurde, sind unvernünftig. Angst ist ein schlechter Ratgeber.
Warum?
Die Flutkatastrophe in Japan vom 11. März 2012 brachte großes Leid über den Inselstaat. Ein Erdbeben der Stärke neun und ein Tsunami mit bis zu 40 Meter hohen Wellen brachte eine Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes. Ungefähr 16.000 Menschen kamen ums Leben, hunderttausende wurden obdachlos.
Im Zuge der Flutkatastrophe kam es im Kernkraftwerk Fukushima Daichi zu einer Havarie, bei der Radioaktivität freigesetzt wurde. Todesopfer und menschliches Leid sind jedoch nahezu ausschließlich den Verwüstungen durch Erdbeben- und Flutkatastrophe geschuldet.
Insofern sind die Ereignisse in Fukushima mit denen in Tschernobyl 1986 nicht vergleichbar. Nach jener Atomkatastrophe in der Nachbarschaft, die auch Deutschland eine hohe Strahlenbelastung brachte, hielt es die damalige Bundesregierung nicht für nötig, einen grundlegenden Kurswechsel in der Energiepolitik zu vollziehen.
Nach den Ereignissen im fernen Fukushima hingegen, deren atomaren Aspekte vor allem in der deutschen Öffentlichkeit stark fokussiert und von den deutschen Medien sehr stark in den Vordergrund gerückt wurde, unternahm die Bundesregierung eine Kehrtwende um 180 Grad.
Aus einer Laufzeitverlängerung wurde praktisch im Handstreich eine erzwungene sofortige Abschaltung von sieben bis dahin als tadellos eingeschätzten Kraftwerken. Dies obgleich sich an der Sicherheit deutscher Kernkraftwerke objektiv rein gar nichts geändert hatte.
Dieser Schritt war mit den europäischen Nachbarn nicht abgestimmt und führte dort zu Netzinstabilitäten. Für Deutschland bedeutete er den Import von Strom aus – unter Sicherheitsaspekten den deutschen nicht überlegenen – französischen und tschechischen Kernkraftwerken.
Mit den aus der japanischen Flutkatastrophe gezogenen drastischen Konsequenzen hat sich Deutschland energiepolitisch in Europa ins Abseits begeben. Während man in Polen, Tschechien und Finnland neue Kernkraftwerke bauen lässt und in Europa über neue Förderprogramme für diesen Energieträger nachdenkt, verzichtet man hierzulande bewusst auf die Kernkraft.
Ein kurz zuvor noch als Meilenstein gefeiertes langfristiges Konzept wurde kurzerhand über den Haufen geworfen.
Diese Entscheidung war offenkundig nicht das Ergebnis eines längerfristigen Denk- und Erkenntnisprozesses, sondern im wesentlichen impuls- und stimmungsgetrieben. Man kann diesen Schritt unter mehreren Gesichtspunkten in Frage stellen.
Wir tun dies bewusst nicht.
Auch die Akzeptanz dieser nun getroffenen Grundsatzentscheidung ist – unabhängig von der zweifelhaften Art ihres Zustandekommens – ein Gebot der Vernunft!
Die auf diese Grundsatzentscheidung hin getroffen weiteren Maßnahmen waren jedoch unnötig hektisch, überstürzt und daher teilweise unausgegoren.
Die Kernkraft war, zuvorderst aufgrund des ungelösten Endlagerproblems, nie eine wirklich nachhaltige Technologie. Sie ist aber auch nicht so bedeutend für die deutsche Energieversorgung, wie gemeinhin unterstellt. Zur Stromversorgung trägt sie rund ein Fünftel, zur Energieversorgung insgesamt nur ein Zehntel bei.
Die Vorstellung, dass man dringend handeln müsse, wurde von den Lobbies bewusst genährt. Panik wurde bewusst geschürt. Dabei hätte man den Atomausstiegsbedingten Produktionsausfall mit den vorhandenen konventionellen Kohle-, wenigen neuen Gaskraftwerken und übergangsweise etwas ausgeweiteten Importen problemlos ausgleichen können. Es gab keine Veranlassung zu blindem Aktionismus.
Statt besonnen über die weiteren Schritte nachzudenken, wurden unter dem Stichwort „Energiewende“ sieben umfangreiche Gesetze in einem Hau-Ruck-Verfahren durch die Instanzen gebracht und in Windeseile verabschiedet.
Nach dem Motto „Windkraft und Photovoltaik müssen`s richten“ wurde das bisherige EEG eiligst novelliert. Auf den bei diesen zweijährlichen Novellen eigentlich zwingend vorgesehenen EEG-Erfahrungsbericht wurde kurzerhand verzichtet. Statt, wie eigentlich vorgeschrieben, im Lichte der – sehr bescheidenen – Erfahrungen, wurde das EEG unter hohem Zeitdruck und praktisch ohne kritische Prüfung fortgeschrieben.
Dieses Gesetz, das die Förderung von Strom aus Erneuerbaren Energien in planwirtschaftlicher Art und Weise unter Aufwendung massiver versteckter Subventionen regelt, ist im Zuge des ökologischen Umbaus der Energieversorgung jedoch nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems.
Windkraft und Photovoltaik können auf absehbare Zukunft keinen Ersatz für konventionelle Energieerzeugung bieten. Windkraft und Photovoltaik sind bislang nur Scheinlösungen. Solange die Speicherung ihrer Erzeugnisse nicht physikalisch möglich und wirtschaftlich darstellbar ist, können Windkraft und Photovoltaik zu den energiepolitischen Zielen
Versorgungssicherheit
-
Umweltfreundlichkeit
-
Wirtschaftlichkeit
sehr wenig beitragen.
Es gibt gegenwärtig keinen ökologischen Strom!
Jede Form der Energieerzeugung hat problematische Umweltwirkungen. Das Label „Ökostrom“ ist ein erfolgreiches aber irreführendes Marketinginstrument.
Die gegenwärtige Förderung der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien trägt nicht nur fast nichts zum Erreichen der energiepolitischen Ziele bei – sie gefährdet diese Ziele sogar. Denn sie absorbiert volkswirtschaftliche Ressourcen, die an anderer Stelle dringend benötigt werden – in der Grundlagenforschung.
Die Förderung nicht tragfähiger technologischer Scheinlösungen durch das EEG entzieht der deutschen Volkswirtschaft immense Ressourcen. Durch die auf 20 Jahre festgeschriebenen Vergütungssätze sind bereits jetzt – selbst wenn keine weitere Anlage mehr in Betrieb genommen würde – nach konservativer Schätzung Ressourcen in Höhe von 150Milliarden Euro gebunden. Im letzten Jahr betrug die EEG-Umlage 13 Milliarden Euro, 2012 wird sie auf über 14 Milliarden steigen.
Dies übersteigt den gesamten Haushalt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung!
Im Zuge des ad acta gelegten Energiekonzepts aus dem Jahr 2010 hat die Bundesregierung ein neues Energieforschungsprogramm aufgelegt. Dieses fördert Forschungsprojekte, die sich neuen Formen der Energieerzeugung und -speicherung widmen. Im Gegensatz zum technologiespezifischen EEG ist dieses Programm techologieneutral angelegt. Es überlasst die Suche nach Lösungen also den Personen, die sich damit auskennen und das Risiko tragen – findigen Wissenschaftlern und tatkräftigen Unternehmern. Im Prinzip ein höchst vernünftiger Ansatz.
Von solchen technologieneutralen Forschungsprojekten sind mittel- bis langfristig die entscheidenden Innovationen und technologischen Durchbrüche für eine wirklich sichere, umweltfreundliche und bezahlbare Energieversorgung zu erwarten.
Das Energieforschungsprogramm ist insofern ein echter Meilenstein.
Im Vergleich zur unsinnigen EEG-Förderung ist es jedoch eher ein Kieselstein. Denn für das Energieforschungsprogramm also die Suche nach innovativen und tragfähigen Lösungen, sind in 2012 gerade mal 754.377 € vorgesehen – rund ein Zwanzigstel des Betrags, mit dem der Betrieb etablierter Scheinlösungen subventioniert wird.
Die Kraft der Vernunft legt nahe,
die Kernkraftentscheidung in Deutschland nicht in Frage zu stellen, jedoch Eile und Hektik in der Energiepolitik hinfort zu vermeiden; beim ökologischen Umbau der Energieversorgung deutsche Sonderwege und Insellösungen zu vermeiden, eine bessere Abstimmung mit den europäischen Nachbarn zu suchen und die Herkulesaufgabe gemeinsam anzugehen; in diesem Sinne den europäischen Energiebinnenmarkt voranzubringen, die Förderung Erneuerbarer Energien marktkonform und technologieneutral zu harmonisieren, die Mittel für die Grundlagenforschung aufzustocken und europaweit die Kräfte zu bündeln.
Hier geht es zum Mythos 7
Windkraft - Fakten statt Mythos (7)
mit freundlicher Genehmigung von www.vernunftkraft.de
Erneuerbare Energien sind zukunftsweisend, ihre Förderung nutzt der deutschen Volkswirtschaft. Die heutigen Subventionen sind die Grundlage zukünftiger Wettbewerbsvorteile.
Fakt Fakt Die für unseren Wohlstand relevanten Unternehmen und Wirtschaftszweige kommen sämtlich ohne Förderung aus. Der These von zukünftigen Wettbewerbsvorteilen durch Subventionierung liegt die Unterstellung zugrunde, dass andere Länder unserem vermeintlich guten Beispiel folgen. Dabei ist die Grundidee, dass am deutschen Wesen die Welt genesen möge, mehr als überholt.
Warum?
Langfristig tragfähige Wettbewerbsvorteile kann man sich nur im Wettbewerb erarbeiten. Dieser wird im Bereich der Erneuerbaren Energien aber nahezu vollständig ausgeschaltet. Mit Marktwirtschaft hat die gegenwärtige Förderung nichts gemein, sie ist der direkte Weg in die Planwirtschaft.
Auf Basis heute verfügbarer Techniken werden Preise und Mengenziele in einem im politischen Prozess unter maßgeblichem Einfluss der Produzenten dieser technischen Lösungen festgelegt.
Übertragen auf die Automobilindustrie wäre dies so, als hätte man im Jahr 1945 die Losung ausgegeben, dass bis zum Jahr 2000 jeder Deutsche einen PKW haben müsse. Den damals technisch zur Avantgarde gehörenden Volkswagen Käfer hätte man zum Standard erklärt und im Rahmen eines zweijährlichen Konsultationsprozesses unter Beteiligung des Verbandes der Automobilindustrie die Höhe der zur Zielerreichung notwendigen Kaufprämien festgesetzt.
Im Ergebnis führen wir vielleicht immer noch Fahrzeuge auf dem technischem Standard des VW Käfer. Mit Sicherheit hätten die Unternehmen die eine oder andere Innovation verpasst und mit ihren Fahrzeugen niemals Weltruhm erlangt. Ein Wirtschaftswunder und die spätere Rolle als Exportnation wäre uns wahrscheinlich erspart geblieben.
Glücklicherweise ist man damals nicht so verfahren, sondern hat sich für die Wirtschaftsform der sozialen Marktwirtschaft entschieden, die den Ideen- und Impulsgeber “Wettbewerb” erfolgreich nutzt. Zum Vorteil der Unternehmen, die sich in diesem Wettbewerb behaupteten und der Konsumenten, die aus einer Vielzahl guter, günstiger, innovativer und auch unter Umweltaspekten immer besser werdender Produkte auswählen können.
Planwirtschaft hingegen vermag keine innovativen und dauerhaft tragfähigen technologischen Lösungen hervorzubringen. Eines der besten Erzeugnisse deutscher Planwirtschaft ist der PKW „Trabant“. Sein Erfolg auf den Weltmärkten blieb bescheiden.
Denn der internationale Handel folgt nicht den Wünschen zentraler Planungsstellen. Er folgt der Logik des komparativen Vorteils. Im Ergebnis spezialisieren sich Länder auf die Produktion derjenigen Güter, für die sie relativ zu anderen am besten gerüstet sind.
Dieses Prinzip lässt sich mit Subventionen nicht langfristig außer Kraft setzen – und der zum Scheitern verurteilte Versuch ist teuer.
Welche Produkte zukünftig nachgefragt und welche Wirtschaftszweige zukünftig florieren werden, kann nicht per Fördergesetz entschieden werden – schon gar nicht, wenn das Gesetz von dessen Profiteuren stark beeinflusst wird.
Den Handelsstatistiken und dem gesunden Menschenverstand zufolge, hat Deutschland einen komparativen Vorteil bei der kapital- und wissensintensiven Produktion.
Einen Dynamo an einen Mast zu schrauben, fällt nur bedingt darunter. Irgendwann wird man dies andernorts ebensogut und billiger können.
Die Misere der deutschen Photovoltaik-Industrie, die rapide internationale Marktanteile verliert und mehrere Insolvenzen zu verkraften hat, ist mittlerweile offenkundig. Die hiesige Subventionspraxis ist der Hauptgrund für den Verlust an Wettbewerbsfähigkeit dieser Branche. Die sich hier abzeichnende Sonnenfinsternis ist Vorbote dessen, was irgendwann auch in den anderen nur durch Subvention künstlich hochgepäppelten Sparten der Erneuerbaren Energien zu erwarten ist.
Langfristig müssen sich Unternehmen im internationalen Wettbewerb behaupten. Dazu müssen deutsche Unternehmen, deren Vorteil nunmal in der Innovationsfähigkeit und nicht bei den Arbeitskosten liegt, an der Spitze der technologischen Entwicklung sein. Gerade dazu nehmen ihnen die Subventionen den Anreiz. Die deutschen Photovoltaikunternehmen investierten nur 2-3 % ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, in der wettbewerbsintensiven Automobilindustrie betragen diese Ausgaben durchschnittlich 6 % und inder pharmazeutischen Industrie rund 9 % vom Umsatz. Die Subventionen machen träge. Doch schlimmer noch – sie locken die Unternehmen auf die falsche Fährte:
Der Markt für Solarthermie (die Warmwassergewinnung aus Sonnenstrahlen), für die in Deutschland ein viel größeres ökonomisches und physikalisches Potential besteht, ist durch die massive Subventionierung der Photovoltaik am Wachstum gehindert worden.
Die Subventionen des EEG haben den Wettbewerb um die knappe Ressource „Dachfläche“ zugunsten der in ökologischer und ökonomischer Hinsicht schlechteren technologischen Lösung verzerrt. Der Platz an der Sonne gehört nicht der unter den hiesigen Bedingungen besten, sondern der politisch am besten vertretenen Technologie.
Oftmals wird vorgebracht, dass Erneuerbare Energien eine Anschubfinanzierung benötigen, um effizient(er) zu werden, damit sie später am Markt bestehen können. Solche Lernkurveneffekte sind aber auch in vielen anderen Industrien zu beobachten und für sich genommen kein Subventionsgrund.
Eventuelle Lernkurveneffekte können jedenfalls nicht rechtfertigen, unser ganzes Land gewissermaßen als Versuchslabor zu benutzen und mit großen Mengen von zunächst ineffizienten Technologien zu überziehen.
Der Effekt wäre, dass man in anderen Ländern von den hier auf Kosten des Steurzahlers/Konsumenten gemachten Erfahrungen profitiert und sich teure Irrwege – und die Verschandelung des eigenen Landes – erspart.
Um auch mit erneuerbaren Energien künftigen Wohlstand zu sichern, braucht man ein System, das die Kräfte des Wettbewerbs nutzt und dazu beiträgt, die besten und kostengünstigen Technologien zu finden und an der richtigen Stelle einzusetzen. Das heutige Fördersystem läuft dem vollständig zuwider.
Forschungs- und Produktionsentscheidungen der Industrie werden zugunsten unterlegener Technologien verzerrt. Nicht der Wettbewerb um die beste Idee, sondern das von Lobbies und Bürokraten ausgekungelte Gesetz bestimmt, welche technologische Lösung zum Einsatz kommt und welcher vielleicht geniale Plan in der Schublade verbleibt.
Die Förderung von spezifischen Technologien birgt stets die Gefahr, dass die Forschungs- und Produktionsentscheidungen der Industrie zugunsten unterlegener Technologien verzerrt werden. Nicht die Konkurrenz der Erfinder und Unternehmer, sondern die Entscheidung des Gesetzgebers bestimmt, welches Verfahren zur regenerativen Energiegewinnung Vorrang haben soll. Das ist riskant, denn der gegenwärtig rasche Fortschritt der Technik in vielen Bereichen der Gewinnung erneuerbarer Energien lässt es als ratsam erscheinen, nicht voreilig auf einige bestimmte Technologien zu Lasten Anderer zu setzen.
wissenschaftlicher Beirat am Bundeswirtschaftsministerium (2011)
Gerade die Erfahrung mit der Kernenergie verdeutlicht die Gefahren des Versuchs einer staatlichen Steuerung der technologischen Entwicklung. Im Wettbewerb hätte sich diese Technologie mangels Versicherbarkeit ihrer Risiken vermutlich nie durchgesetzt.
In einer der heutigen Begeisterung für Windkraft und Photovoltaik & Co. vergleichbaren Euphorie glaubten die Politiker der fünfziger und sechziger Jahre einhellig, dass die Zukunft der Atomkraft gehöre. Man müsse sie nur anfangs genug fördern. Atomminister Straußträumte von Atomautos und Atomflugzeugen und plante, dass zukünftig 80 Prozent des Stroms aus Atomernergie kommen sollten. In den 1980er Jahren erreichte der Anteil der Atomkraft an der Stromversorgung mit 32 Prozent ihren Spitzenwert.
Zentrale staatliche Planungsstellen können nicht vorhersehen, welche Ideen risikofreudige Unternehmer und findige Wissenschaftler in der Zukunft haben werden. Genau wie die Atompolitik der 1950er Jahre stellt die gegenwärtige Erneuerbaren-Politik eine “Anmaßung von Wissen” (F. A. v. Hayek) dar.
Ende des 19. Jahrhunderts glaubte man, die europäischen Metropolen würden angesichts des zunehmenden Kutschenaufkommens bald im Pferdemist versinken – mit Entdeckung der Elektrizität und Einführung der Straßenbahn kam es dann anders.
Der rasche Fortschritt der Technik in unserer modernen Zeit macht diese Anmaßung von Wissen besonders gefährlich. Es besteht die Gefahr, dass unsere Volkswirtschaft ins Abseits gerät und den technologischen Anschluss verpasst.
Auch hierfür gibt es bereits erste Anzeichen im Bereich der Solarindustrie. Die chinesischen Wettbewerber haben den deutschen Herstellen nicht nur bei den Kosten klar den Rang abgelaufen, sondern auch technologisch mittlerweile die Nase vorn: den neuesten Wirkungsgradrekord hält die Firma Suntech. Anstatt sich um technologischen Anschluss zu bemühen, konzentrieren die deutschen Unternehmen ihre Anstrengungen auf die Beeinflussung von Politik und Öffentlichkeit zwecks Verteidigung ihrer Vergütungssätze.
Fazit: Die heutigen Subventionen sind in keiner Weise geeignet, künftigen Wohlstand zu sichern. Im Gegenteil – sie hemmen die Innovationskraft und leiten die technologische Entwicklung auf falsche Fährten.
Die Kraft der Vernunft legt nahe,
die Förderungen technologieneutral anzulegen,
die Förderwirkungen regelmäßig zu überprüfen,
bei dieser Überprüfung die Böcke nicht zu Gärtnern zu machen
Windkraft - Fakten statt Mythos (3)
mit freundlicher Genehmigung von www.vernunftkraft.de
Windkraft und Photovoltaik können kurz- bis mittelfristig Atom und Kohle ersetzen. Ihr möglichst schneller Ausbau muss daher oberste Priorität haben.
Fakt Photovoltaik‐ und Windindustrie sind, abgesehen von wenigen besonders bevorzugten Lagen, in Deutschland ein reines politisches Placebo – allerdings ohne nennenswerten Effekt, dafür mit starken negativen Nebenwirkungen.
Warum?
In Deutschland sind bereits enorme Kapazitäten zur Erzeugung von Strom aus Windkraft und Photovoltaik installiert. Was die installieren Erzeugungskapazitäten dieser beiden Formen der Energieerzeugung betrifft ist, Deutschland in Europa einsamer Spitzenreiter. Daher würde man erwarten, dass Windkraft und Photovoltaik auch entsprechend zur Energieversorgung Deutschlands beitragen.
Insofern mag es verwundern, dass der Beitrag dieser beiden erneuerbaren Energien zur Energieversorgung unseres Landes zusammen weniger als 2 Prozent beträgt. Im Jahr 2010 trug die Windkraft mit 0,9 und die Photovoltaik mit 0,3 % zur Deckung unseres Energiebedarfs bei.

Anteile einzelner Energieträger am Primärenergiebedarf 2010. Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
Betrachtet man nur die Komponente des Strombedarfs – was unter dem Gesichtspunkt Umweltfreundlichkeit der Energieversorgung eine verengte Perspektive bedingt – so lag der Beitrag von Windkraft und Photovoltaik in 2011 zusammen bei rund 11 % .

Anteile einzelner Energieträger an der Bruttostromerzeugung 2011. Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
Diese Diskrepanz zwischen installierter Leistung und tatsächlichem Beitrag zur Versorgung ist einem fundamentalen Problem der Photovoltaik und Windkraft geschuldet: Diese beiden regenerativen Energiequellen sind „dargebotsabhängig.“
Wind und Sonne wehen und scheinen eben nicht beständig.
Konsequenzen:
1. Deutsche Windkraftanlagen erreichen weniger als 1.600 Volllastunden im Jahr.
2. Deutsche Photovoltaikanlagen kommen auf rund 900 Volllaststunden.
3. Das deutsche Jahr hat 8.760 Stunden.
4. Die 1600 und 900 Stunden können nicht addiert werden, da der Wind nicht ausschließlich nachts weht, sich die entsprechenden Stunden also überlappen.
Diese Umstände sind nicht durch politische Planung zu ändern, sondern naturgesetzlich determiniert.
Für die deutschen Kraftwerke insgesamt ergibt sich dieses Bild:
Ausnutzungsdauer deutscher Kraftwerke in Stunden
Die Abbildung stammt vom BDEW und enthält die aktuellsten verfügbaren Zahlen (aus 2007). Es gibt sie hier zum Download.
Beim Vergleich der Zahlen muss man bedenken, dass Windkraft und Photovoltaik seit 1991 gesetzlichen Einspeisevorrang genießen.
Die 1.550 bzw. 910 Stunden entsprechen also praktisch dem maximal Möglichen. Die geringe Ausnutzung deutscher Windkraft- und PV-Anlagen ist keineswegs bösem Willen, sondern schlicht der Natur der Sache geschuldet.
Die entsprechenden Zahlen der anderen Kraftwerken liegen dagegen unterhalb des Möglichen, da sie Wind- und PV-Strom Vorfahrt gewähren müssen. Wobei die am teuersten herunter- und heraufzufahrenden Kraftwerke (Kernkraft und Braunkohle) die geringste Anpassungsleistung erbringen – also auf die höchsten Stundenzahlen und dem maximal Möglichen am nächsten kommen.
Diese Umstände machen Windkraft und Photovoltaik – nach jetzigem Stand der Technik – als Alternativen zu konventionellen Kraftwerken aus zwei Gründen untauglich:
1) Missverhältnis zwischen installierter Kapazität und tatsächlicher Erzeugung
Betreiber von Windkraft- und Photovoltaikanlagen argumentieren in aller Regel mit dem Nennwert von Anlagen, also der installierten Produktionskapazität.
So rechnen sie beispielsweise vor, dass ein „Windpark“ mehrere hundert oder gar tausend Haushalte versorge. Bei diesen Rechnungen wird der fundamentale Unterschied zwischen elektrischer Leistung (der rechnerischen Kapazität) und elektrischer Arbeit (der tatsächlichen Stromerzeugung) gern übersehen oder bewusst verschleiert.
Die installierte Leistung beschreibt das Potenzial oder die Kapazität einer Anlage. Dagegen beschreibt die Stromerzeugung den Output der Anlage, der für die Stromversorgung zur Verfügung steht.
In Analogie zum PKW gibt die Kapazität Auskunft über die PS-Zahl. Die tatsächliche Stromerzeugung entspricht dagegen den gefahrenen Kilometern.
Eine hohe installierte Leistung bedeutet nicht zwangsläufig eine hohe Stromerzeugung. Eine kleine Anlage, die dauerhaft nahe ihrer maximalen Leistung – unter Volllast – betrieben wird, kann innerhalb eines Jahres mehr Strom erzeugen, als eine große Anlage, die nur phasenweise ihre maximale Leistung erreicht oder vorübergehend still steht.
Photovoltaik-Anlagen erzeugen bei Dunkelheit keinen Strom und erreichen nur bei intensiver Sonneneinstrahlung ihre maximale Leistung. Auch Windkraftanlagen laufen nur rund ein Viertel des Jahres unter Volllast.
Der installierten Kapazität steht daher eine geringe tatsächliche Produktion gegenüber. Bei den dargebotsunabhängigen erneuerbaren Energien Wasserkraft und Biomasse ist das anders. Entsprechend weisen sie zwar einen relativ kleinen Anteil an der installierten Leistung auf, erzeugen jedoch dank ihrer hohen Verfügbarkeit und Auslastung knapp die Hälfte des Stroms aus erneuerbaren Energien.
Bei der Windkraft ist das Verhältnis umgekehrt. Ihr Anteil an der installierten Leistung ist größer als ihr Anteil an der Stromerzeugung. Noch deutlicher ist das Missverhältnis zwischen Kapazität und Produktion bei der Photovoltaik wie aus der Abbildung ersichtlich:
Anteile an installierter Leistung Stromerzeugung innerhalb der erneuerbaren Energien. Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (2012)
Die Ausbeute in Form des im Jahresverlauf tatsächlich erzeugten Stroms im Verhältnis zum Einsatz, also der installierten Leistung, ist bei Windkraft an Land also ziemlich schlecht. Bei der Photovoltaik ist diese Ausbeute noch schlechter. Der durch das EEG forcierte Zubau von Windkraft- und PV-Anlagen hat also einen sehr geringen energetischen Nutzen.
Um dieses offenkundige Manko zu mildern, und den Wirkungsgrad – das Verhältnis von installierter Kapazität zu tatsächlicher Erzeugung – zu erhöhen,
„müsste man im Bereich Windkraft die Anlagen an den guten Standorten technisch aufrüsten (Re-Powering) und vor allem die Produktion auf hoher See (wo der Wind regelmäßig weht, die Auslastung also hoch ist) ausbauen“
schlussfolgert daraus der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (2012, S.13).
Das klingt naheliegend und vernünftig.
Was jedoch nun in Mittelgebirgsregionen geplant wird, geht genau in die falsche Richtung. In immer windärmeren Gegenden sollen nun immer größere und leistungsfähigere Anlagen installiert werden. Man betreibt Kapazitätsaufbau auf Teufel komm raus.
In der PKW-Anologie bedeutet das:
Die Kommunen in den deutschen Mittelgebirgen schaffen sich in Form von “Bürgerwindparks” auf Kosten der deutschen Stromkunden eine ganze Flotte PS-starker Porsches und Ferraris an, die aber nur im verkehrsberuhigten Bereich fahren dürfen.
Die naheliegende Alternative, auf schmalen Sträßchen auf das Fahrrad zu setzen (bspw. sich auf die hier vergleichsweise reichlich vorhandene Biomasse zu beschränken) oder einfach zu Fuß zu gehen wird nicht ergriffen. Die zweitbeste Möglichkeit wäre, mit den Porsches wenigsten Fahrgemeinschaften zu bilden.
Dies wird in vielen Kommunen aber rigoros abgelehnt – dazu ist man zu stolz. Anstatt sich mit umliegenden Kreisen zusammenzuschließen, will man partout einen eigenen PS-Bulliden anschaffen. Die Allgemeinheit bezahlt es schließlich…
Eine solche Irrationalität wird einzig durch die EEG-Förderung möglich, welche die wahren Kosten verschleiert und volkswirtschaftlich unsinnige Projekte einzelwirtschaftlich rentabel macht.
Aufgrund des geringen Wirkungsgrades der dargebotsabhängigen Quellen Wind und Sonne ist die Bilanz der Erneuerbaren-Energien-Politik geradezu erschrecken dürftig: Im europäischen Vergleich belegt Deutschland trotz der beispiellosen Förderung und enormer Kapazitäten nur einen mageren Mittelfeldplatz, wenn man das wirklich relevante Kriterium – den Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Energieverbrauch – betrachtet:

Quelle: Sachverständigenrat, Jahresgutachten 2011/12 , S.47
Schweden, Finnland, Österreich, Portugal und selbst Rumänien und Bulgarien schneiden dabei deutlich besser ab als wir, die vermeintlichen Musterknaben. Dies liegt zum einen daran, dass diese Länder mehr auf Wasserkraft und Biomasse (also nicht volatile Energieträger) setzen und/oder die Natur dort in der Bereitstellung von Sonne und Wind spendabler und weniger launisch ist. Außerdem verbrauchen diese Länder insgesamt weniger Strom als Deutschland, was es einfacher macht, einen hohen Anteil aus regenerativen Quellen zu decken.
Zwischenfazit: Wollte man wirklich Kohle- und Atomstrom (die gegenwärtig 61% zur Stromversorgung beitragen) durch in Deutschland installierte Windkraft und Photovoltaik ersetzen, müsste man die Kapazitäten gegenüber heute versechsfachen. Wollte man sich der fossilen Energieträgern komplett entledigen, also auch Erdgas ersetzen, versiebenfachen.
Statt 22.000 bräuchte man dann - überschlagsmäßig gerechnet und nur zur Veranschaulichung der Dimension – 154.000 Windkraftanlagen. Dass eine Versiebenfachung der Kapazität nicht möglich ist, ohne das Land ökologisch und ökonomisch völlig zugrunde zu richten, liegt auf der Hand.
Allein aufgrund des Missverhältnisses zwischen Kapazität und Leistung sind Photovoltaik und Windkraft somit keine Alternativen zu konventionellen Energieträgern. Aber die Realität ist noch etwas komplexer:
2) mangelnde Grundlastfähigkeit erfordert neue konventionelle Reservekapazitäten
Für die Versorgungssicherheit und die Stabilität der Stromnetze ist es zwingend erforderlich, eine konstante Spannung aufrechtzuerhalten. Diese sogenannte Grundlast muss rund um die Uhr gedeckt sein. Windkraft und Sonne als dargebotsabhängige Quellen können dies nicht gewährleisten – sie sind nicht „grundlastfähig.“
Biomasse und Wasserkraft sind im Prinzip grundlastfähig, sie stehen in Deutschland aber nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung. Die Grundlast muss daher von den konventionellen Energieträgern Kohle, Gas und (noch) Kernkraft abgedeckt werden. Aufgrund des Einspeisevorrangs der Erneuerbaren Energien müssen die konventionellen Kraftwerke jeweils die Schwankungen ausgleichen. Das bedeutet, dass diese Kraftwerke nicht unter energetisch und betriebswirtschaftlich optimalen Bedingungen betrieben werden können.
Statt gleichmäßig unter Volllast und damit effizient, müssen die konventionellen Kraftwerke in einem suboptimalen Modus betrieben werden. Ihr Wirkungsgrad wird somit künstlich herabgesetzt. Dies macht ihrer Energieproduktion teurer und umweltschädlicher als sie sein müsste. Je weiter die Kapazitäten der nicht-grundlastfähigen Quellen Windkraft und PV ausgeweitet werden, desto gravierender wird dieses Problem.
Grundsätzlich eignen sich Kohle- und Kernkraftwerke ohnehin nur sehr bedingt zum Ausgleich kurzfristiger Schwankungen – ihr Hoch- und Herunterfahren ist sehr kostspielig. Mehrere Male kam es daher bereits zu der bemerkenswerten Situation, dass Deutschland zu negativen Preisen Strom ins Ausland exportieren musste.
Exkurs – negative Strompreise
Unter nicht unrealistischen Vorraussetzungen, die bereits mehrere Male eingetreten sind, kann es passieren, dass deutscher Strom zu negativen Preisen ins Ausland verkauft wird – wir also Geld dafür bezahlen, dass andere Länder (i.W. Österreich und Polen) uns Strom abnehmen. Dies passiert wenn Zeiten starken Winds und starker Sonneneinstrahlung, also hoher Produktion von Windkraft und PV, in Kombination mit geringer Nachfrage (bspw. am Wochenende). Die Anlagenbetreiber erhalten ihre festen Vergütungen in jedem Fall und haben keine Veranlassung, sich der Marktlage anzupassen. So sind die Betreiber konventioneller Kraftwerke gezwungen ihre Produktion herunterzufahren und die Netzstabilität zu gewährleisten. Da kurzfristiges Drosseln und Ausweiten der Produktion jedoch sehr teuer ist, kann es betriebswirtschaftlich vorteilhaft sein, die Produktion aufrechtzuerhalten und den nicht gewollten Strom zu exportieren. Im Zweifel bezahlt man sogar Geld dafür, dies tun zu dürfen – negative Strompreise entstehen. Der Gipfel ökonomischer und ökologischer Absurdität. Siehe auchhier…
Unabhängig vom Ausstieg aus der Kernkraft erfordert der Ausbau von Kapazitäten zur Energieerzeugung aus volatilen Quellen die zusätzliche Bereitstellung sogenannter „Regelenergie“ oder Back-up-Kapazität, die im Bedarfsfall die Versorgungslücken schließen kann.
Vielfach wird dem entgegengehalten, dass man den Strom aus Windkraft und Photovoltaik speichern könne, sich das Grundlastproblem demnach gar nicht stelle. “Gibt’s ‘nen Akku für grünen Strom?” fragt Frau Weiß in der Anzeige eines Energieversorgers. Unsere Antwort: Es gibt weder grünen Strom noch Akkus dafür.
Durch den Zubau von Windkraft- und PV-Kapazitäten werden konventionelle Kraftwerke also keineswegs entbehrlich. Im Gegenteil, in dem Maße wie der Ausbau der volatilen Erneuerbaren Energie zusätzliche Regelenergie erforderlich macht, müssen nun sogar neue Kraftwerke gebaut werden.
Diese nun von der Politik vehement geforderten neuen Gaskraftwerke (siehe BMWi-Kampagne Kraftwerke - ja, bitte!) werden allerdings von Beginn an zum Lückenbüßerdasein verdammt und lassen sich deshalb nicht rentabel betreiben. Es werden neue Subventionen nötig, um Investoren zu gewinnen.
Im Ergebnis führt der forcierte Ausbau von Windkraft und Photovoltaik – unabhängig vom Ausstieg aus der Kernkraft – dazu, dass bestehende konventionelle Kohlekraftwerke unrentabel werden (für den Stop&Go-Betrieb sind sie schlecht geeignet) und deshalb durch neue, von vornherein unrentable und deshalb subventionsbedürftige Gaskraftwerke ersetzt werden.
Etwas holzschnittartig, aber treffend stellt diese Abbildung die Zusammenhänge dar:

Quelle: www.science-skeptical.de/
Fazit: Windkraft und Photovoltaik liefern bislang keinen nennenswerten Beitrag zur Energieversorgung in Deutschland. Sie sind dazu nach jetzigem Stand der Technik auch – bis auf einzelne bevorzugte Lagen – nicht geeignet. Der krampfhafte Versuch, sich mittels Subventionen gegen physikalische Gesetze und ökonomische Zusammenhänge zu behaupten, ist teuer und ökologisch nutzlos.
Dennoch wird die Politik nicht müde, sich mit immer ehrgeizigeren Zielen und Verkündigungen zum Ausbau von Windkraft und PV zu überbieten.
Wie kommt das?
Aus ökologischer und ökonomischer Sicht bietet die derzeitige Erneuerbaren Förderung keine Lösung, sondern verschärft nur das Problem. Sie ist ein Placebo ohne nennenswerten Effekt.
In politischer Hinsicht ist sie hingegen sehr rational. Jeder Windpark der eröffnet, jede Solaranlage, die in Betrieb genommen wird, gibt Kommunalpolitkern Gelegenheit, sich als Wegbereiter des grünen Fortschritts darzustellen.
Und den Vertretern der Bundes- und Landespolitik dienen die Ausbauzahlen als Tätigkeitsnachweis gegenüber ihrer Wählerschaft. Sie suggerieren, die „Energiewende“ sei auf einem guten Weg. Unterm Strich erfüllt der rasante Ausbau nicht nachhaltiger technologischer Ansätze nur einen einzigen Zweck – den der politischen Kommunikation.
Die Befürchtung des wissenschaftlichen Beirats
Es ist zu befürchten, dass diese Unsicherheit bei gleichzeitigem hohen öffentlichen Druck, Erfolge vorzuweisen, die wirtschaftspolitischen Entscheidungsträger erneut dazu veranlasst, nach Methoden der Mikrosteuerung zu greifen. Fast unausweichlich sind die Maßnahmen solcher Politik oft unkoordiniert und damit zum Teil auch in sich inkonsistent.
Neben den Subventionen für erneuerbare Energien und den Kapazitätssubventionen für den Kraftwerksbau werden zugleich Subventionen für Speicher, Netze, Gebäudedämmung, Haushaltsgeräte, Elektroautos und vieles mehr diskutiert, geplant und beschlossen. Der Stromsektor ist so von einem Wust an nicht abgestimmten Zielen, Einzelmaßnahmen und Notfallverordnungen überzogen worden. Seine Fortentwicklung droht – irgendwo zwischen Liberalisierung und Regulierung – stecken zu bleiben.
scheint höchst berechtigt.
Die Kraft der Vernunft legt nahe,
sich von Machbarkeitsillusionen und ideologischen Scheuklappen zu verabschieden und die Augen für die physikalischen und ökonomischen Realitäten zu öffnen; also anzuerkennen, dass Windkraft und PV auf Basis der verfügbaren Technologien sehr wenig zur Erreichung des energiepolitischen Zielkanons Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit beitragen können, sondern dabei eher hinderlich sind die Förderung regenerativer Energien nicht nach Maßgabe der politischen Sichtbarkeit der Anlagen, sondern nach dem erwartbaren Beitrag zur Erreichung dieses Zielkanons auszurichten.
Windkraft - Fakten statt Mythos (2)
Mit freundlicher Genehmigung von www.vernunftkraft.de.Wir geben nur eine gekürzte Fassung wieder, zum lesen des Originals bitte vorgenanntem Link folgen.
Das Opfern natürlicher Lebensräume und wertvoller Kulturlandschaften für den Ausbau der Windenergie ist unvermeidliche Notwendigkeit.
Fakt ist: Der forcierte Ausbau der Windenergie geht einzig und allein auf das Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG), also verdeckte Subventionen, zurück. Anlagenbetreiber erhalten fest definierte Vergütungen, die von der Allgemeinheit bezahlt werden. Kein privates Unternehmen würde sich sonst auf diese Investitionen einlassen. Besonders grotesk: die Vergütungssätze sind dort besonders hoch, wo die Standortbedingungen besonders schlecht sind. Je weniger Wind, desto höher die Subvention. Das EEG fördert krasse Misswirtschaft. Die Fehlanreize befördern Landschaftszerstörung vernichten volkswirtschaftliche Werte.
Dass in Deutschland in den Branchen der Windkraft- und Photovoltaikindustrie momentan eine "Goldgräberstimmung" herrscht, liegt nicht etwa daran, dass es in diesen Bereichen neue Erfindungen oder neue technologische Entwicklungen gäbe.
Dass man mittlerweile in den deutschen Mittelgebirgen mit Windkraftanlagen als Investor und Landverpächter ordentlich Geld verdienen kann, hat sehr wenig mit neuen technologischen Entwicklungen oder veränderten meteorologischen Gegebenheiten zu tun.
Unter normalen Wettbewerbsbedingungen, wie sie für unternehmerische Tätigkeiten in anderen Bereichen gelten, würden sich Windkraftanlagen in unseren Breiten fast nirgends lohnen - Photovoltaikanlagen erst recht nicht.
Um die Entwicklung und Verbreitung Erneuerbarer Energien dennoch zu befördern, wurde 1991 das Stromeinspeisegesetz eingeführt, welches fortlaufend novelliert und später in Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) umbenannt wurde. Dieses Gesetz garantiert den Erzeugern von Strom aus Windkraft, Sonne, Biomasse, Wasserkraft sowie verschiedenen Gasen feste Vergütungssätze und einen Einspeisevorrang. Die Netzbetreiber sind verpflichtet, den Betreiben von Windkraft- und PV-Anlagen die gesetzlich definierte Vergütung zu zahlen und deren Strom vorrangig abzunehmen - unabhängig davon, ob er gerade gebraucht wird oder nicht.
Überdies werden diese Vergütungssätze ab Inbetriebnahme der jeweiligen Anlagen auf 20 Jahre hin garantiert. Diese gesetzlich garantierte Vergütung stellt aus ökonomischer Sicht eine Subvention dar, unabhängig davon, dass ihre Zahlung nicht über den öffentlichen Haushalt organisiert wird.
Die sich aus der Differenz von gezahlter Einspeisevergütung und dem Marktpreis des Stroms ergebenden Kosten werden von den Netzbetreibern durch eine bundesweite EEG-Umlage auf alle Stromverbraucher umgelegt.
Im Grundsatz erhalten die am weitesten von der Wirtschaftlichkeit entfernten Methoden der Stromerzeugung an den schlechtesten Standorten die höchsten Subventionen. Um zu erkennen, dass dies Misswirtschaft befördert, bedarf es keines Ökonomiestudiums.
Besonders hoch sind die sogenannten Differenzkosten (der Unterschied zwischen Marktpreis und Vergütung) bei der Photovoltaik. Ergebnis dieser Subventionspolitik ist, dass mittlerweile 60% aller in ganz Europa installierten PV-Anlagen auf deutschen Dächern und Feldern aufgebaut sind. Leider ist Deutschland im europäischen Vergleich aber ein relativ sonnenarmens Land. Die Investoren ficht das nicht an - über wirtschaftliche Überlegungen sind sie erhaben, denn die Geldströme fließen beständig.
Ein anderes Merkmal der intransparenten Systematik der Vergütungssätze ist weniger offensichtlich aber im Hinblick auf Landschafts- und Naturzerstörung besonders relevant:
Im Bereich der Windkraft erhalten Anlagen an besonders schlechten Standorten die "erhöhte Anfangsvergütung" über einen besonders langen Zeitraum (§ 29 (2) EEG). Dies erhöht künstlich die Rendite von Investitionen an eigentlich von der Windhöffigkeit her ungünstigen Standorten.
Diese groteske Ausgestaltung der Subvention führt im Zweifel dazu, dass ein Investor einen windärmeren Standort im Mittelgebirge gegenüber einem besser geeignetem im windreicheren Flachland bevorzugt. Diese absurde Regelung fördert massiv den Landfraß. Anstatt günstige Standorte bevorzugt zu nutzen, bspw. durch das Ersetzen alter durch neuere und leistungsfähigere Anlagen (Repowering), werden immer weitere neue "Windparks" auf bisher unbelasteten, grünen Wiesen errichtet. Auch grüne Wälder sind in mehreren Bundesländern kein Tabu mehr. Unter Naturschutzaspekten ist das eine Katastrophe - befindet der Vorsitzende der deutschen Wildtierstiftung.
Dass in Deutschland gerade ein politisch gewollter extremer Boom bei Windkraft- und PV- Anlagen zu verzeichnen ist, ist einzig und allein auf das EEG zurückzuführen. Ursprünglich als Instrument zur Stimulation der Markteinführung Erneuerbarer Energien und der Innovation in diesem Bereicht konzipiert, entfaltet das EEG mittlerweile volkswirtschaftlich verheerende Wirkungen.
Dies ist nicht allein unsere Einschätzung:
1. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ("Wirtschaftsweisen"): Die Energiewende (kann) nur gelingen, wenn nicht nur die Chancen eines derartigen Erfolgs diskutiert, sondern auch die Interessen- und Zielkonflikte ernst genommen werden, die damit unweigerlich verbunden sind. Diese Konflikte drohen bei allen drei Elementen des Leitbilds der Nachhaltigkeit: dem ökonomischen, dem sozialen und dem ökologischen. Aus der Sicht der ökologischen Verträglichkeit dürfte beispielsweise der erhebliche Ausbau der Erzeugungskapazitäten der erneuerbaren Energien und der parallel dazu benötigten Netzinfrastruktur in Zukunft selbst in Konflikt mit Fragen des Umweltschutzes und des Erhalts der natürlichen Lebensräume geraten. Durch das rasante Wachstum der Kapazitäten hat sich der Markt für erneuerbare Energien von einem reinen Probemarkt zu einem Massenmarkt gewandelt. (…) Eine rein auf die Erprobung von Nischentechnologien ausgerichtete Förderung, wie sie durch das EEG intendiert ist,(ist) nicht mehr zeitgemäß.
2. wissenschaftlicher Beirat am Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie: (Es) ist ein System anzustreben, das die Kräfte des Wettbewerbs möglichst konsequent nutzt und damit dazu beiträgt, die besten und kostengünstigsten Technologien zu finden und an der richtigen Stelle einzusetzen. Das jetzige System der Förderung der erneuerbaren Energien erfüllt diesen Anspruch gerade nicht.
Das durch dieses, nach einhelliger Expertenmeinung nicht mehr zeitgemäße Förderinstrumentarium erzeugte Umverteilungsvolumen belief sich im Jahr 2011 auf 13 Milliarden Euro. 2012 wird die Förderung 14 Milliarden überschreiten - Ressourcen, die den Haushalten für Konsum und den Unternehmen für Investitionen nicht mehr zur Verfügung steht.
Darüber hinaus entfaltet das EEG höchst unsoziale Verteilungswirkungen. Alle Stromverbraucher zahlen die gleiche Umlage. Die Stromkosten und damit die Umlage verzehrt bei ärmeren Personen aber einen deutlich größeren Anteil des verfügbaren Einkommens als bei reicheren Mitbürgen. Außerdem sind die Empfänger der Subventionen in aller Regel gutsituierte Grundbesitzer.
Nachhaltigkeit sieht anders aus.
Das Leitbild der Nachhaltigkeit ist seit vielen Jahren in aller Munde. Es postuliert die gleichgewichtige Verfolgung ökologischer, ökonomischer und sozialer Ziele. Die Bundesregierung bekennt sich seit langem zu diesem Prinzip und verfolgt offiziell eine Nachhaltigkeitsstrategie. In der Praxis verletzt die EEG-Förderung in ihrer gegenwärtigen Verfassung alle drei Nachhaltigkeitskriterien. Es ist in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht höchst fragwürdig.
Fazit
Die gegenwärtige Förderung der Erneuerbaren Energien ist eindeutig aus dem Ruder gelaufen. Sie verschwendet Ressourcen, lähmt die technologische Entwicklung, hat unsoziale Verteilungseffekte und zerstört zu allem Überfluss Natur und Landschaft. Insofern sind Windkraft und Photovoltaik in jetziger Form in dreifacher Hinsicht nicht nachhaltig.
Rettet den Taunuskamm
Wir sind Taunussteiner, Niedernhausener und Wiesbadener Bürger und kämpfen gegen die industrielle Nutzung unseres Naherholungsgebietes, des Taunuskamms – Platte, Hohe Wurzel, Eiserne Hand, Kellerskopf, Hohe Kanzel und Buchwaldskopf.
Wir möchten mit allen politischen und juristischen Mitteln verhindern, dass unsere Natur wegen des Baus von Windkraftanlagen zerstört wird.

Die Städte Taunusstein, Wiesbaden und die ESWE möchten in einem Joint Venture auf dem Taunuskamm vorerst bis zu 30 Windkrafträder errichten. Diese sollen eine Nabenhöhe von 140 Metern und somit eine zu erwartenden Gesamthöhe von knapp 200 Metern haben (www.taunus-wind.de, FAQ).
Hier eine Karte mit den geplanten Standorten in Taunusstein:
Themenkarte: Mögliche Standorte der Windanlagen
Mit diesem Projekt möchten die beteiligten Partner übereilte Ziele der Bundes- und der Landesregierung umsetzen und sind bereit eine der schönsten Landschaften - unsere Heimat - zu verschandeln. Natürlich geht es um Geld, um sehr viel Geld!!!
Gut gemeint ist, wie so oft, das Gegenteil von gut gemacht:
Mit einer milliardenschweren Subventionsmaschinerie haben wir enorme Stromerzeugungskapazitäten im Bereich Windkraft und Photovoltaik geschaffen. Deren tatsächlicher Beitrag zur Versorgung ist aber sehr gering.
Zum aus Umweltsicht relevanten Primärenergiebedarf tragen Windkraft und Photovoltaik zusammen nur rund 2 % bei. Bezogen auf die Teilmenge Stromverbrauch liefern sie rund 8 %.
Dabei hat der Ausbau von Windkraft und Photovoltaik bislang kein einziges Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk überflüssig gemacht. Im Gegenteil: der beschleunigte Ausbau der gegenwärtig dominierenden Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien erfordert nun den Bau neuer Gaskraftwerke.
Die gegenwärtige Förderpraxis ignoriert wesentliche ökonomische und physikalische Zusammenhänge. In perfekter planwirtschaftlicher Manier werden Ausbauziele definiert und abgearbeitet. Aber die Ergebnisse gehen am tatsächlichen Bedarf vorbei.
Die Pläne werden übererfüllt, aber die Ziele Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und auch Umweltverträglichkeit der Energieversorgung werden weit verfehlt.
Die Erfahrungen mit der Planwirtschaft in sozialistischen Ländern zeigen, dass diese Herangehensweise zu extremer Ineffizienz und Ressourcenverschwendung führt und letztlich auf Kosten der Umwelt geht.
Der Gipfel des Ganzen: Während die Taunus-Wind, ein Tochterunternehmen der ESWE (Unternehmen der Stadt Wiesbaden) über Windräder auf dem Taunuskamm grübelt, möchte Wiesbaden gleichzeitig UNESCO Weltkulturerbe werden. Andere Gremien denken darüber nach, den Rheingau-Taunus zum Biosphärenreservat zu erklären.
Dass alles passt doch nicht zusammen - oder?
Diese Windmühlen werden so gigantisch sein, dass sie unsere Umwelt massiv verändern. Sehen Sie selbst: www.taunus-wind.de. Unser Wald wird nie wieder so aussehen wie heute.
Das wollen wir nicht!
- den Lebensraum der Tiere zerstören
- pro Windrad etwa 8.000 bis 9.000 qm Buchenwald roden (Quelle: Präsentation der Firma JUWI, www.juwi.de)
- den Rotmilanen und anderen schützenswerten Vogelarten den Lebensraum nehmen
- zigtausend Kranichen und Fledermäusen gefährlichen Riesenräder in den Flugweg bauen?
Welchen Gefahren Vögel und Fledermäuse ausgesetzt sind, lesen Sie hier: Artikel der Washington Times. Youtube Video zum Thema ,Vogel kollidiert mit Windrad‘
Karte die Naturschutzgebiete zeigt:
Karte die Waldgebiete definiert (Forstkarte):
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