ESWE Kündigen - Wann wenn nicht jetzt!

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In den letzten beiden Jahren haben bereits viele Bürger und auch große Firmen aus Taunusstein der ESWE als Versorger den Rücken gekehrt.

Der trotz aller bekannter "Taunuskamm Fakten" am 27.04. eingereichte Bauantrag für 10 WKA an der Hohen Wurzel ist ein deutliches Fanal der ESWE Ihr persönliches Einverständnis (oder eben nicht) zu demonstrieren.

Wer also weiterhin als Kunde sein gutes Geld einer ESWE geben will, die sich nicht nur brachial über alle Argumente des Natur- und Gesundheitsschutzes hinwegsetzt (FFH Schutzgebiete, Rotmilan, Trinkwasser, Infraschall usw.), sondern sich auch der Flugsicherung oder dem Denkmalschutz gegenüber völlig ignorant zeigt, möge dies gerne tun.

Allen anderen herzlichen Glückwunsch zum "ESWE-Kündigen", in der Regel sparen Sie dabei auch noch viel Geld, was ihnen ein Stromvergleichsportal wie verifox schnell aufzeigen kann.

Gerade heute informierte uns Prof. Baumgart über seine Kündigung, die er mit folgenden Worten begleitete:

"Sehr geehrte Damen und Herren,
ich kündige hiermit meinen Vertrag mit Ihnen über die Lieferung mit  Strom mit Ablauf dieses Monats. Mein neuer Anbieter wird die Kündigung gleichfalls mitteilen. Grund ist, daß Sie mit aller Macht die Aufstellung von Windrädern auf dem Taunuskamm vorantreiben. Das ist für mich eine Natur- und Kulturschande, die ich nicht mitfinanzieren will.
 
Mit freundlichem Gruß
Prof. Dr. Winfried Baumgart"

Kurz vorm Ziel?

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Am 27.04.2015 hat die ESWE nun das lang erwartete "letzte Gefecht" offiziell mit dem Bauantrag nach BImSchG eröffnet (siehe auch Artikel im WK).

Ende des Jahres erwartet man die Genehmigung. Allen vorliegenden Fakten zum Trotz - von seltenen Fledermäusen bis zu bedrohten Vogelarten, vom Trinkwasserschutz bis zur fehlenden Rendite - soll dann 2016 der Taunuskamm um die Hohe Wurzel nach dem Willen der ESWE und Stadt Wiesbaden zerstört und zum Industriegebiet umgewandelt werden.

Geradezu grotesk wirkt dabei inzwischen der gewohnt deutsche endsieghafte Aktionismus mit dem die Wiesbadener Akteure hier wider die Vernunft "die Beschlüsse der Partei mit aller Kraft durchsetzen":

1. Mangelhafte Gutachten werden einfach durchgewunken, Widersprüche ignoriert.

2. Die eigentlich geplante Festsetzung des Regierungspräsidiums, Natura 2000 Gebiete grundsätzlich nicht als Windvorranggebiet zuzulassen, wurde einfach vor dieser Festlegung ausgehebelt.

3. Den von Herrn Höhler im Herbst 2014 auf einer Podiumsdiskussion genannten "mehr als 7m/s", die angeblich gemessen wurden, steht nun nicht nur der aktuelle Bauantrag mit 10 Schwachwindanlagen vom Typ E115 gegenüber. Die 7m/s seien eine legitimierende Information für den ESWE Aufsichtsrat und die finanzierenden Banken. Aha,... die Anträge unseres Vereins, diese Messdaten zu veröffentlichen, wurden jedoch mit dem Hinweis diese "könnten zu Fehlinterpretationen führen und seien ein Betriebsgeheimnis" abgelehnt.

4. Infraschall als potentielle Gesundheitsgefahr ist wenig erforscht. Statt eines Moratoriums bis zur Klärung dieser Frage wie in Dänemark (auch zum Investitionsschutz), wird in Deutschland fleißig weiter in 1km statt mindestens 3km Siedlungsnähe gebaut.

5. Das Bürgerbegehren in Wiesbaden (9300 Unterschriften wurden gesammelt) hat die Politik in Wiesbaden entgegen ihrer vorhergehenden Ankündigung dann in letzter Minute einfach mal für ungültig erklären lassen.

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"Lastesel" der Energiewende?

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"Die Windenergie beispielsweise deckt kaum mehr als ein Prozent des Energiebedarfs ab."

"Der bisherige Ausbau der Wind- und Solarenergie ist  augenfällig, das bisher Erreichte fällt aber sehr bescheiden aus, gemessen am Gesamtziel einer weitgehend von fossilen Energieträgern unabhängigen Energieversorgung unseres Landes. Um die richtigen Entscheidungen zu treffen, ist es wichtig, die korrekten Zahlen zu kennen und nicht in kurzatmige Hektik zu verfallen.“

Die vollständige Studie vom Februar 2015 finden Sie hier bei uni-heidelberg.de.

Ca. 23.000 Anlagen stehen jetzt schon in Deutschland. Wie soll der finale Ausbau aussehen? Was soll der in nächster Zeit geplante Ausbau von 800 auf 4000 "Lastesel"-Anlagen in Hessen bewirken?

Im grün regierten Baden-Würtemberg wurden im "Wind-Boom-Jahr" 2014 nur 7 Anlagen gebaut.
Dort hat man wohl inzwischen erkannt, daß trotz 23 Mrd€ EEG-Subventionen kein Geld im Schwachwindgebiet zu verdienen ist. Die letzte Mainova Bilanz zeigt das ebenfalls deutlich: Die 4 verbundenen Windradunternehmen Hohenahr, Niederhambach, Remlingen und Siegbach ergaben in Summe 2,7Mio€ Verlust ggü. dem Jahr 2013.
Die ESWE hat sich für den Taunuskamm bisher immer größte Wirtschaftlichkeit (Höhler: "mehr als 7m/s") attestieren lassen. Umso verwunderlicher ist es daher, daß im Bauantrag statt der bisher planerisch immer angegeben E101 nun die Schwachwindanlagen E115 gebaut werden sollen.
Dazu passt übrigens auch die Meldung, dass im "windstarken Weilrod" (80% Abo Invest) der Ertrag in den ersten 4 Monaten 2015 34% unter der Prognose liegt! Die Bürgerwindaktie von Abo Invest, die permanent im Minus liegt, wird dennoch wie Sauerbier als "Riesenerfolg" angepriesen.

 

Wiesbadener Politik: Betrug an der Demokratie?

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In Anbetracht der überwältigenden Zahlen des Bürgerbegehrens (9300), erklären die Herren Goßmann, Höhler und Lorenz plötzlich lang und breit in allen Medien, dass die Stadt Wiesbaden, obwohl Mehrheitseigner und entgegen früherer Beteuerungen bzgl. der Entscheidungen einer ESWE nun doch keinen "Einfluss" mehr zu haben scheint. Dies alles obwohl seit Monaten immer und überall das Gegenteil kolportiert wurde.
Selbst auf den Seiten von Taunuswind (=ESWE) liest sich das seit vielen Monaten ganz anders. Nur ein weiteres Kapitel in Sachen "Bürgerverarsche 2.0"? Die Stadtverordneten der Stadt Wiesbaden waren darüber, wie auch über all unsere bisher veröffentlichten Fachgutachten  zu Trinkwasser, Fledermäusen, FFH Gebiet usw. im Vorfeld informiert!

 

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Politik gegen Fakten und Vernunft

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Natürlich denkt man, inzwischen abgehärtet, in der Politik kann einen nichts mehr erschüttern, aber man kann immer noch dazulernen:

Im Juni und Oktober hatte unser Verein Gelegenheit vor der Regionalversammlung die verschiedenen Gegengutachten zum Zielabweichungsverfahren der ESWE vorzustellen. Letzteres soll den Bau von 200m hohen WKA im FFH Schutzgebiet erlauben. Gravierende Mängel in der Erfassung und Auswertung sowie fehlende Qualifikation sollten eine Nichtgenehmigung und Neubewertung des  Zielabweichungsverfahrens zur Folge haben.

Noch im Abstimmverfahren am 17.10. konnten wir aufzeigen, das nicht nur die im Gutachten maximal zulässigen 2500m2 aus dem Lebensraumtyp Hainsimsenbuchenwald abgeholzt werden, sondern mindestens das 10-fache.
Allein dies ist der Politik vollkommen egal. Ganz im Gegenteil, einen Tag vor der Abstimmung haben SPD und Grüne bereits das Durchwinken der Genehmigung angekündigt.
Die CDU enthielt sich bis auf Herrn Guntrum und Herrn Lorenz der Stimme, da offensichtlich noch Beratungsbedarf besteht. Herr Guntrum und Herr Lorenz stimmten "merkwürdigerweise" dafür, lediglich Herr Willsch dagegen.

Herr Lorenz, ein Aufsichtsratsmitglied der ESWE (!) hat hier also klar die Interessen der ESWE vertreten und nicht nur gegen die vorliegenden Fakten, die Vernunft und Natur, sondern auch gegen die Fraktion gestimmt.
In der Stadtverordnetenversammlung will Herr Lorenz hingegen nun im Interesse der ESWE den Fraktionszwang aufrechterhalten, damit auch hier die WKA im FFH Gebiet durchgewunken werden können. 
Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, versucht Herr Lorenz nun parallel dazu eine demokratische Bürgerbeteiligung in Wiesbaden zu verbieten, die ja durch die Bürgerliste initiiert wurde. Warum hat man hier offensichtlich Angst vor dem Bürgerwillen, wenn man doch allen eigenen Umfragen gemäß "immer weit vorn" liegt?

Das alles ist inzwischen wohl mehr als nur peinlich. Lesen Sie dazu auch hier die Pressemeldung der Bürgerliste.

Wiesbadens Verständnis von Demokratie

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Wer in den letzten Tagen die Berichte zum Thema Windkraft auf dem Taunuskamm liest, muss sich schon sehr wundern. Hat Wiesbaden wirklich solche Angst vor "echter" Bürgerbeteiligung?
Da wird die von der Stadtverordnetenversammlung beauftragte Umfrage am Magistrat vorbei an die ESWE gegeben. Das dann das Ergebnis der 1000 Bürgern gestellten Suggestivfragen den Auftraggeber nicht überrascht, überrascht uns auch nicht.
Andererseits werden gegen echte Bürgerbeteiligung, wie wir sie gemeinsam mit der Bürgerliste und der FDP anstreben, nun offenbar starke Geschütze in Stellung gebracht.
Scheinbürgergeteiligung - ja, echte Bürgerbeteiligung hingegen - nein, lesen Sie dazu auch hier die Pressemeldungen der Bürgerliste und auf wiesbaden.de.

Einen passenden Kommentar von Herrn Hetrodt dazu findet man in der FAZ vom 21.10.2014 auf Seite 41. Dort heißt es:

"Wenn es um die Wurst geht

Wenn die ehrenwerte Innung der Metzger eine Verbraucherumfrage in Auftrag gibt, kommt dabei garantiert kein Votum zugunsten der vegetarischen Ernährung heraus.
...
Das Resultat fiel zwar wunschgemäß aus, aber die methodischen Ungereimtheiten sind so offenkundig, dass sie den Auftraggeber seine Glaubwürdigkeit kosten.  Umso peinlicher, dass Jörg Höhler aus dem ESWE-Vorstand auch noch sagte, das laufende Bürgerbegehren werde wohl "ins Leere laufen", weil es nicht zulässig sei. Das wäre das Ende der Demokratie:  Wohlhabende kommunale Unternehmen kaufen sich ihre Umfragen und bürsten anschließend den Wunsch des Volkes nach Beteiligung ab ..."

23Mrd€ Subvention pro Jahr und was hinten dabei raus kommt

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Mit derzeit 23 Mrd € pro Jahr subventionieren wir Stromzahler das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Ein kleiner Vergleich am Rande - unser Forschungs- und Bildungsetat beträgt lediglich 13Mrd €. Sinn und Verstand sind hier inzwischen längst der Ideologie bzw. Geldgier gewichen.
Wie sonst wäre zu erklären, dass mit dem Totschlagargument angeblichen Klimaschutzes unsere schönsten Landschaften und sogar Naturschutzgebiete gerade von den (ehemals) Grünen systematisch zerstört werden.  
Halten wir uns einmal vor Augen: Deutschland zeichnet für 2,4% der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Was wollen wir hier "rettungsmäßig" mit dem riesigen Investment bewegen? Wer auf der Erde könnte die etwa im Vergleich dafür sicher nötigten 950 Mrd € jährlich aufbringen, Frankreich, Spanien oder Griechenland, oder doch wieder wir Deutschen?

Sonne und Wind wird gebetsmühlenartig eine zentrale Rolle bei den Erneuerbaren zugeschrieben. In Deutschland haben wir bekanntermaßen von beidem nicht genug.
Windkraft hat z.B. bisher in 2014 einen Anteil von 9,2% an der Stromerzeugung und damit weit weniger als 2% Anteil am Prmimärenergiebedarf!!

Wir danken Herrn Schuster für die folgende Grafik zur Kalenderwoche 40, die sehr anschaulich zeigt, was wir mit 23Mrd € Subvention pro Jahr erreicht haben:

KW40 EE

Auf http://www.transparency.eex.com sieht man die "windigen Ergebnisse" immer sehr direkt und aktuell. Am 02.10.mittags z.B. erzeugten die mehr als 23.000 Windräder mit insgesamt 35GW "Wind-Kapazität" gerade einmal 100MW, also "nichts". 

Windräder auf dem Taunuskamm? - Entscheidung dazu im Bürgerbegehren - Unterzeichnen Sie jetzt!

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Seit 13. September läuft das Bürgerbegehren gegen den Plan der Stadt Wiesbaden, auf dem Taunuskamm 200 m hohe Windräder zu errichten.

Die Hälfte der dafür notwendigen 6100 Stimmen ist inzwischen erreicht, lesen dazu hier den Artikel im WK.

Ihre Unterstützung ist nach wie vor gefragt. Helfen Sie uns beim Sammeln der Unterschiften an den Ständen in Wiesbaden oder anderen Lokationen.

Die Planung der städtischen Taunuswind GmbH sieht zunächst den Bau von 10 Windrädern auf der Hohen Wurzel vor, die zum Teil in einem (bisherigen) FFH-Schutz-Gebiet errichtet werden sollen. Ausgeschrieben sind nach wie vor 30 Anlagen. Bei diesem Projekt steht eine gravierende Natur- und Landschaftszerstörung einem sehr geringen Nutzen und geringer Wirtschaftlichkeit gegenüber. Ein Windpark ist nichts anderes als eine Industrieanlage, Zufahrten für Großtransporter sind notwendig, es müssen große Mengen von Bäumen gefällt werden, die geschützte Tierwelt wird beeinträchtigt, der Erholungswert des Waldes durch Lärm und Unruhe gemindert.

Liebe Wiesbadener, bitte helfen Sie dem Taunuskamm mit Ihrer Unterschrift.

Als Einwohner Wiesbadens können an den Ständen im Stadtzentrum (Montag bis Samstag von 11 bis 15 Uhr an der Neugasse / Ecke Ellenbogengasse sowie Mittwoch und Samstag von 10 bis 15 Uhr am Markt / Ecke Mauergasse.) unterschreiben oder hier das Unterschriftenformular direkt herunterladen und an die Bürgerliste bzw. unseren Verein (natürlich gern mit weiteren Unterschriften) weitergeben.
Achten Sie bitte auf ausreichende Lesbarkeit der Adressdaten, herzlichen Dank.

PS: Wir suchen noch Häuser in der Stadt, wo wir Banner ca. 1 x 3 Meter aufhängen können, die das Bürgerbegehren bewerben. Bitte melden Sie sichDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Die Banner und Kabelbinder werden von uns zur Verfügung gestellt.

AUFRUF ZUR DEMO: ROTE KARTE FÜR AL-WAZIR

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Wir bitten alle unsere Leser und Mitglieder, sich die 3-4h Zeit für die Demo zu nehmen. Der letzte vergleichbare Aufruf zur Stunde der Vernunft am 14.09.2013 konnte 800 Teilnehmer in Wiesbaden mobilisieren.

Helfen Sie uns allen Al-Wazir die Rote Karte zu zeigen. Die derzeit beschlossene Zerstörung der Naturschutzgebiete unseres Taunus an der Hohen Wurzel ist nur der kleine Anfang. Also seien Sie dabei!

Fahrgemeinschaften können z.B. hier bei facebook organisiert werden. Alternativ können Sie uns auch schreiben bei Bedarf oder Angebot einer Mitfahrgelegenheit.

 

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